Schöne Weihnachtsromanze mit Tiefgang und sehr authentischen Protagonisten.
Inhalt:Megan lässt ihren Verlobten Isaac vor dem Traualtar stehen und verlässt das Dorf Richtung Dublin. 4 Jahre später (oder 5 - Buch unterscheidet sich zum Klappentext) wird sie ihrer Mutter zuliebe zurückkehren und Weihnachten mit ihr und ihrem Bruder feiern. Ängstlich blickt sie möglichen Begegnungen entgegen. Schließlich wurde sie zum Ortsgespräch, hat aber alles aus der Vergangenheit bisher verdrängen können.In Dublin trifft sie in einem Pub auf Christian, mit dem sie zur Schule ging. Er war derjenige, der sie damals im Brautkleid hat davoneilen sehen. Christian verbringt Weihnachten gern zu Hause, nur scheut er sich vor den wiederholenden Fragen zu einer Freundin. Da kommt ihm eine Idee: Er steht Megan bei, wenn sie auf Isaac und andere im Dorf trifft. Und sie wiederum spielt die langersehnte Beziehung, die seine Familie jährlich erwartet. Kann das gutgehen?Meine Einschätzung:Der Einstieg mit der Flucht vor der Hochzeit beschert einen sehr guten Start. Mir war Megan auf Anhieb sympathisch obwohl ich da noch nicht wissen konnte, warum sie die Hochzeit nicht durchgezogen hat. Der humorvolle und wirklich ehrliche Schlagabtausch zwischen Megan und Christian macht beide Protagonisten äußerst nahbar. Ich denke auch, dass sie aufgrund ihrer absoluten Ehrlichkeit zueinander einen guten Draht finden konnte. Hier entstand keine Beziehung, in der man sich erst einmal von seiner besten Seite zeigen muss und erst später das wahre Ich herauslässt. Die Story entwickelt sich wie man es erwartet, aber der Weg dahin liest sich dennoch spannend und unterhaltsam. Beide Familien sind auf ihre Art und Weise sehr sympathisch. Die Geschwister kommen auch sehr authentisch rüber. Stück für Stück bröckelt vor allem Megans Fassade und man bekommt einen Einblick was damals zur Flucht vor der Hochzeit geführt hat. Sehr gut beschrieben wird auch das Dorfleben und wie Einzelne geächtet werden, sollte man einen aus dem Kreis scheinbar unbegründet sitzen lassen. Megan hatte schon ihre Gründe, warum sie nicht zurück wollte oder sich davor fürchtete. Aber Christian und auch Aidan (Megans Bruder) müssen das erst einmal selbst sehen, um es zu begreifen. Die Entwicklung von Nichtglauben zur bitteren Erkenntnis und letztlich dem vollen Verständnis für Megan ist wirklich gut beschrieben.Viele Kleinigkeiten in den Handlungen runden die Story ab. Auch die Nebencharaktere sind gut gelungen. Das Buch hat mir passend zur Jahreszeit sehr sehr gut gefallen.