Inhalt:
Ein Serienkiller scheint in Berlin umzugehen. Mehrere Menschen, zwischen denen es zunächst keine Verbindung zu geben scheint, werden grausam ermordet. Doch warum hinterlässt der Täter stets eine Visitenkarte in Form eines Lebkuchenmannes? Und das ist nicht das einzige, das er an den Tatorten hinterlässt. Kommissar Nils Trojan und seine Kollegin, die Profilerin Carlotta Weiss, nehmen die Spur auf.
Meine Meinung:
Nils und Carlotta sind für mich schon alte Bekannte. Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut wieder von ihnen zu lesen. Und natürlich sind beide so sympathisch wie eh und je. Carlottas ungewöhnliche Ermittlungsmethoden finde ich hierbei sehr spannend. Dass es mit dem Chef der beiden kleinere Reiberein gibt peppt die Geschichte auf, nimmt aber nicht zu viel Raum ein.
Die Story wird aus einer Vielzahl an Perspektiven erzählt, sei es aus der von Carlotta, Nils, zukünftigen Opfern beziehungsweise deren Angehörigen oder Zeugen. Und dann gibt es immer wieder eingeschobene Kapitel aus der Perspektive eines kindlichen oder jugendlichen Ich-Erzählers, die ich besonders spannend finde. Trotz der vielen unterschiedlichen Perspektiven fiel es mir nicht schwer der Geschichte zu folgen. Im Gegenteil hat es mir Riesenspaß gemacht zu rätseln, wie die einzelnen Stories zueinander passen. Nach und nach erfasst der Leser Zusammenhänge und Motive. Allerdings bleibt manches bis ziemlich zum absolut logischen Schluss unklar.
Das Buch gehört mit fast fünfhundert Seiten zu den dickeren Exemplaren. Erfahrungsgemäß wird es bei einer solchen Vielzahl an Seiten zwischendurch immer mal wieder etwas zäh. Nicht so bei diesem Werk. Absolut jede Seite ist spannend. Ich konnte es wirklich nur schwer aus der Hand legen, so fesselnd ist es. Zwar habe ich schon viele Thriller des Autors gelesen, aber dieses ist meiner Meinung nach eines seiner besten.