Nachtfahrt von Annika Strauss ist der Debütroman der Autorin, ein spannender Thriller, den ich an wenigen Tagen verschlungen habe.
Katharina, 26, kehrt nach dem Unfalltod ihres Vaters Matthias, 54, in ihre Heimatstadt Reutlingen zurück. Matthias gehört eine Fahrschule, er ist während einer Fahrstunde von der Straße gedrängt worden und tödlich verunglückt. Seine Enkeltochter Ronja, 13, lebt seit dem Tod ihrer Mutter bei ihm, jetzt soll sich Katharina um ihre Nichte kümmern.
Katharina ist auch Fahrlehrerin, ihren Beruf hat sie nur wenige Wochen ausgeübt, bevor es zu einem Vorfall gekommen ist, der sie so traumatisiert hatte, dass sie überstürzt die Fahrschule und ihr Elternhaus verlassen hatte.
Kaum ist Katha in Reutlingen angekommen, verschwindet ihre Nicht Ronja. Katha soll innerhalb von achtundvierzig Stunden ein Familiengeheimnis enthüllen - wenn ihr das nicht gelingt, stirbt Ronja.
Von Anfang an begleiten wir nicht nur Katha auf der Suche nach Informationen aus der Vergangenheit ihrer Eltern, sondern auch den Entführer. Neben Ronja hält er zwei junge Mütter gefangen, die er diversen grausamen Prüfungen unterzieht.
Mich hat der Thriller sehr gut unterhalten, der Spannungsbogen wurde konstant hochgehalten. Es wurden einige falsche Fährten gelegt, auf den Vorfall, der Jahre zuvor vertuscht wurde, wäre ich nie gekommen. Die Einblicke in den Betrieb einer Fahrschule und die Tätigkeit von Fahrlehrer*innen fand ich sehr interessant, zumal ich die Besitzer einer Fahrschule vor Ort gut kenne, und meine Kinder dort vor wenigen Jahren ihren Führerschein gemacht haben. Ich werde Kathas Einparktipp beherzigen :-;
Ich freue mich schon auf den neuen Thriller der Autorin, den sie zusammen mit Sebastian Fitzek geschrieben hat, und der in Kürze erscheinen wird.