Was eine bewegende und starke Story voller Herz.
Linda Winterberg gelingt es auch mit dem zweiten Band ihrer Berghebammen-Saga eine tief berührende Geschichte zu erzählen. Sie schafft es aber auch zugleich wichtige Themen in den Mittelpunkt zu rücken.
Dieses Buch ist weit mehr als nur ein historischer Roman. Für mich ist es ein Plädoyer für Menschlichkeit, Mut und das Recht der Frauen, selbst über ihr Leben zu bestimmen.
Maria ist eine Protagonistin, die ich mit Band 1 schon ins Herz geschlossen habe. Sie ist stark, mitfühlend, aber auch verletzlich. Mit ihrem Einsatz für ihre Freundin Evi, die als unverheiratete Schwangere zur Außenseiterin wird, werden die gesellschaftlichen Normen jener Zeit absolut deutlich. Der Konflikt zwischen Pflicht, Moral und Mitgefühl wird von der Autorin absolut eindringlich beschrieben. Ich habe beim Lesen richtig mitfiebert und mitgelitten.
Besonders schön empfand ich, dass bei all der Schwere definitiv Wärme und Hoffnung mitschwingt. Die Freundschaft der Frauen ist super dargestellt. Genauso wie der neue Landarzt Georg und die aufkommenden Gefühle. Er kämpft an Marias Seite und es wird deutlich, dass trotz aller schwierigen Momente das Leben immer weitergeht.
Ein gefühlvoller und fesselnder Roman, der historische Realität mit großem Einfühlungsvermögen verbindet. Linda Winterberg schreibt mit Herz und Haltung. Ich freue mich schon riesig auf Band 3 der Reihe.