Fesselnder Schreibstil, teilweise etwas zähe Handlung, aber eine Geschichte, die noch lange nachhallt.
Mitte der 90er-Jahre in Massachusetts: An einer U-Bahn-Station trifft Sadie, hochbegabte Informatikstudentin und angehende Designerin von Computerspielen, ihren früheren Super-Mario-Partner Sam wieder. Die beiden beginnen, gemeinsam an einem Spiel zu arbeiten, und schnell zeigt sich, dass sie nicht nur auf freundschaftlicher, sondern auch auf kreativer Ebene ein gutes Team sind. Doch als ihr erstes gemeinsames Computerspiel zum Hit wird, brechen sich Rivalitäten Bahn, die ihre Verbundenheit zu bedrohen scheinen.Ein Jahrzehnte umspannender Roman über Popkultur und Kreativität, Wagnis und Scheitern, über Verlust und über die Magie der Freundschaft.Dieses Buch hat mich mit seinem Schreibstil wahnsinnig schnell in seinen Bann und in die doch relativ turbulente Beziehung der Figuren hineingezogen, sodass ich es kaum weglegen konnte.Selbst als ich während des Mittelteils immer mal wieder das Gefühl hatte, das die Handlung nicht so recht voran kommt und eher zäh auf der Stelle tritt bzw. bestimmte Abläufe in Sadie und Sams Beziehung sich zu sehr wiederholen, konnte ich das Buch nur schlecht weglegen.Ich war dermaßen in der Welt dieser Figuren gefangen, dass ich mich ganz wunderbar über ihre Verhaltensweisen und Entscheidungen aufregen und ihren Herzschmerz mitfühlen konnte. Zwar empfand ich ihre Freundschaft teilweise als längst nicht so tiefgehend wie sie es gerne darstellen wollten, da sie wirklich relativ wenig über die wichtigen Dinge miteinander geredet haben und sich bei Konflikten eher ausgeschwiegen als ausgeredet haben. Dieses Verhalten hat mich teilweise sogar richtig wütend auf diese Charaktere werden lassen, was auch nur zeigt, wie gut sie angelegt waren.Nicht erwartet habe ich, wie deprimierend (und dramatisch) die Handlung noch wurde und vom Ende war ich sogar ein wenig enttäuscht, weil so vieles in dieser angeblich so intensiven Freundschaft eben nicht aufgearbeitet wurde. Trotzdem hat mich dieses Buch wirklich noch nachhaltig beschäftigt.Fazit: Der Schreibstil ist wirklich fesselnd, sodass ich selbst dann das Buch kaum weglegen konnte, als ich von den Figuren und ihren Entscheidungen genervt war oder mir die Handlung zu sehr auf der Stelle getreten ist. Ein wirklich wahnsinnig intensives Leseerlebnis, auch wenn ich mit den Inhalten nicht immer ganz zufrieden war. (3,5 Sterne)