Eine berührende Geschichte, die zeigt, dass es weitergeht, auch wenn man keinen Weg mehr erkennen kann.
In dieser Geschichte lernen wir Anna kennen. Sie ist alleinerziehend und hat zwei Töchter, Cloé ist 17 und Lily ist 12 Jahre alt. Anna arbeitet viel, die Mädchen streiten oft, reden wenig und leben ihre Leben. Als Anna plötzlich den Arbeitsplatz verlieren soll und die Schulden immer größer werden wagt sie die Flucht nach vorn. Auf der Reise im Camper-Van mit ihren Töchtern von Frankreich bis zu den Polarlichtern im hohen Norden lernen sich die Drei wieder neu kennen.Das Buch wird abwechselnd aus allen drei Sichtweisen geschrieben. Die Kapitel wechseln zwischen Anna, Chloé`s Blogeinträgen und Lily`s Tagebucheinträgen ab. Durch die abwechselnden Sichtweisen lernt man jede der drei Protagonistinnen schnell kennen und kann sich sehr gut in die Gefühlswelt hineinversetzen. Von Anfang an ist man mitten in dieser kleinen Familie, lernt ihre Vergangenheit kennen und freut sich mit ihnen über jeden Halt, den sie auf ihrer Reise machen. Die Landschaften wurden wundervoll beschrieben und machen Lust, sich selber ins Auto zu setzten um sich Skandinavien anzuschauen.Während ihrer Zeit konnte ich die kleinen Schritte mitverfolgen, wie sie sich neu kennenlernen und ihre Bindung und Zuneigung zueinander wieder wächst. Auch die Freundschaften, die sie mehr oder weniger freiwillig auf dieser Reise schließen, den Zusammenhalt, den sie aus dem Rest der Familie spüren und die ganz eigenen Geschichten, die ihre Mitreisenden mitbringen, lassen mich als Leser eintauchen und in das Geschehen hineinversetzen.Diese Geschichte ist unglaublich ergreifend, emotional, und lässt mich auch nach den letzten Kapitel nicht mehr los. Ich konnte lachen, mich still freuen, habe jedoch auch mitgelitten und hatte Tränen in den Augen. Ein Buch, dass ich unbedingt weiterempfehlen werde.