Abschalten, die Natur genießen, Zeit mit den Liebsten verbringen: die einwöchige Wanderung durch Schwedens großartige Natur ist ein langjähriges Ritual der drei Freunde Anna, Milena und Henrik. Die Gruppe wird kurzfristig um Milenas neuen Freund erweitert, und schon ist die gewohnte Gruppendynamik auf die Probe gestellt. Und nicht nur die...Der Autor punktet bei mir definitiv mit seinen kräftigen Landschaftsbildern, zudem fühlt man die Einsamkeit des Sarek, das raue Wetter regelrecht. Der Erzählstil hat mir ebenfalls gut gefallen, es wird Spannung aufgebaut und auch durchweg gehalten. Auch die Figurenzeichnung ist prinzipiell gelungen, nur Jakob wirkt übertrieben und damit eher wie ein arg konstruierter Bösewicht. Leider entwickelt sich die ganze Handlung in meinen Augen zunehmend unglaubwürdig, sodass ich das Ganze irgendwann nicht mehr ernst nehmen konnte. Das gipfelt dann in einem Ende, das den Leser in der Luft hängen lässt mit einem Twist, der so gar nicht zur vorherigen Richtung passen will. Der Autor hat für mich seine Stärken gezeigt, aber was die Handlung angeht gibt es hier definitiv Luft nach oben. Ich bin mir unschlüssig, ob ich noch mal ein Buch von ihm lesen würde.