Wer sich für München interessiert, sollte dieses Buch gelesen haben. Thereses Töchter Die Augustiner-Dynastie ist weit mehr als eine Familien- oder Biergeschichte. Es ist ein literarischer Spaziergang durch München, der die Entwicklung der Stadt über Generationen hinweg anschaulich und gut nachvollziehbar erzählt.
Der rote Faden des Buches ist dabei die Rolle und Entwicklung der Frau in der Gesellschaft. Anhand mehrerer Generationen zeigt die Autorin eindrucksvoll, wie sich Handlungsspielräume, Verantwortung und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen verändert haben eingebettet in die wirtschaftliche, politische und soziale Geschichte Münchens.
Besonders gelungen ist, wie historische Zusammenhänge greifbar gemacht werden, ohne belehrend zu wirken. Auch Leserinnen und Leser ohne besonderes Interesse an Bier kommen voll auf ihre Kosten: Die Augustiner-Dynastie dient weniger als Selbstzweck, sondern vielmehr als Rahmen, um Münchens Geschichte, Mentalität und Wandel verständlich und lebendig darzustellen.
Meine Meinung: Ein klug erzähltes, informatives Buch, das Stadtgeschichte und Frauenbiografien überzeugend miteinander verbindet. Sehr empfehlenswert für alle, die München nicht nur sehen, sondern verstehen wollen.