Musik, Dämonen und Consent
Protagonistin Amara wird von den Menschen im Dorf verstoßen, weil sie eine Halbdämonin ist und ausgerechnet von Yesal, dem Fürst der Feuerdämonen gefunden und in sein Reich verschleppt. Was wie der Auftakt zu einem typischen Romantasy Setting mit fiesem, alten Dämonenfürst und junger unerfahrener Protagonistin klingt, entwickelt sich in Elysa Winters Romantasy "Burning Hearts" ganz anders. Denn auch, wenn Yesal zunächst glaubt, sich nehmen zu können, was er will, belehrt in Amara eines Besseren. Hier muss auch ein Dämonenfürst lernen, was persönliche Grenzen sind und dass es für (körperliche) Nähe auf Consent ankommt. Trotz ihrer Differenzen haben Amara und Yesal auch Gemeinsamkeiten wie beispielsweise die Musik, sodass ich es sehr nachvollziehbar beschrieben fand, wie sie sich langsam näher kommen.Amara ist eine starke Protagonistin, die trotz allem, was sie in ihrem jungen Leben schon mitmachen musste, für sich einsteht und auch vor vermeintlich mächtigeren Personen nicht davor zurückschreckt.Yesal ist außerdem nicht der typische "Shadow Daddy" mit übermenschlich gutem Aussehen, sondern tatsächlich ziemllich dämonig. Inklusive feurigem Totenschädel. Ich fand Elysas Schreibstil angenehm, man konnte der Geschichte gut folgen, ohne unnötige Längen aber mit schönen Beschreibungen, wo es gepasst hat. Die Entwicklung der Charaktere fand ich erfrischend und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es in Band 2 und 3 weitergehen wird mit Amara und Yesal.