Lets Make a Scene hat mich von der ersten Seite an abgeholt und das nicht nur, weil Fake Dating einer meiner liebsten Tropes ist. Laura Wood verbindet hier RomCom-Leichtigkeit, emotionale Tiefe und ganz viel Hollywood-Flair zu einer Geschichte, die einfach Spaß macht
Schon der Einstieg ist extrem gelungen: Der anfängliche Hass zwischen Cynthie und Jack ist absolut greifbar und wunderbar nachvollziehbar. Man spürt die angestaute Frustration, die verletzten Erwartungen und die Distanz, die sich über ganze 13 Jahre aufgebaut hat. Genau deshalb wirkt ihre spätere Entwicklung so intensiv. Wie sich ihre Dynamik langsam verändert, wie aus Abneigung plötzlich Neugier, Vertrautheit und schließlich echtes Knistern wird wow! Diese Entwicklung fühlt sich verdient und organisch an, nicht überstürzt, sondern mit viel Gefühl aufgebaut
Ein großes Highlight sind zudem die Nebencharaktere, die nicht nur charmant, sondern richtig lebendig wirken. Sie füllen die Geschichte mit Humor, Herzlichkeit und diesem gewissen Found-Family-Gefühl, das für mich das Buch zu etwas Besonderem macht. Man möchte mit ihnen abhängen, lachen, quatschen und genau das macht RomCom-Welten so angenehm
Der Schreibstil von Laura Wood ist dabei wie immer flüssig, locker und sehr unterhaltsam, aber auch überraschend spannend, gerade wenn es um das Filmset und die Einblicke hinter die Kulissen geht. Die Mischung aus Humor, Emotionen und einem ordentlichen Funken Leidenschaft ist perfekt ausbalanciert. Und ja: Der Spice ist definitiv heiß, ohne die Geschichte zu überladen
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Mit etwa 100 Seiten weniger wäre das Tempo noch stimmiger gewesen. Manche Szenen ziehen sich minimal, ohne der Handlung wirklich neue Aspekte zu geben. Trotzdem hat mich die Geschichte durchweg gut unterhalten