Die junge und derzeit erfolgreiche Selbstständige Kate hegt einen Kinderwunsch. Jedoch hat sie nach einer sehr unglücklichen Beziehung kein Interesse an einer weiteren Beziehung und so fehlt ihr der Partner. Doch sie will mittels Spender schwanger werden. Dabei gefällt ihr der Gedanke sich den Spender selbst auszusuchen, aber keine Verpflichtungen zu haben. So lernt sie den scheinbar perfekten Kandidaten kennen...Wer hier einen klassischen Beckett im Stil von David Hunter oder auch von Voyer erwartet, wird hier wahrscheinlich eher enttäuscht werden, so wie ich. Flammenbrut lässt allein aufgrund des Titels bereits früh vermuten, worauf die ganze Geschichte hinauslaufen wird. Kate ist als Protagonistin schwierig. Ich konnte viele Gedanken und Handlungen absolut nicht nachvollziehen, kamen sie mir doch irgendwie wenig rational oder generell durchdacht vor. Ihr Entschluss ein Kind zu empfangen finde ich nicht verwerflich und die Idee eines Spenders auch nicht, aber ihr Weg dahin war unrealistisch inszeniert... Sie erscheint mir eher impulsiv und Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen, dann ist sie auf einmal sehr anstrengend, indem sie viel überlegt und tief an stellen buddelt, wo sie dann doch nur falsch an der Oberfläche kratzt und nicht aufs Offensichtliche schaut. Ein schwieriger Charakter, der auch seltsam mit ihren Freunden umgeht...Dann haben wir da Alex, wo von Anfang an klar ist, dass er nicht der ist, der er zu sein scheint. Und es ist auch generell offensichtlich, dass er wohl eine Verhaltensauffälligkeit hat. Aber bis auf Kates Freundin scheint das niemand wahrzunehmen. Das die Geschichte demnach vorgemalt wurde und zumindest für mich irgendwie auch keine Überraschung auftaucht, empfand ich als sehr schade. Die Handlung war also vorhersehbar und leider auch etwas langatmig. So hätte man Kates Vorgeschichte ruhig kürzer fassen können. Und auch die Liebesgeschichten oder was es auch war - zwischen Alex und Kate war irritierend lang für das, was es am Ende ergab. Tatsächlich fand ich dennoch, dass das Thema der Pyromanie gut aufgegriffen wurde, ebenso der dezente Hinweis, dass man darüber eigentlich zu wenig weiß oder eher dieser Thematik zu wenig Beachtung schenkt und im Zweifel von unserer Gesellschaft auch die falschen Behandlungsmöglichkeiten angedeiht werden. Der Schreibstil ist im Großen und Ganzen der Beckett den man kennt. Flüssig und gut geschrieben, doch der Lesefluss scheiterte hier einfach an der Story, sehr schade. Dennoch hat der Thriller, welcher für mich keiner war, es geschafft, dass ich am Ende ein wenig Spaß hatte und wenn ich ganz ehrlich sein soll, hat mir Alex auch etwas leid getan. Hätte eine richtige Therapie vielleicht doch noch helfen können? Wer weiß. Insgesamt ein Buch, welches mich teilweise unterhalten konnte und durch die Thematik auch mal etwas Abwechslung brachte ¿