Eine berührende Geschichte, die größtenteils wirklich traurig ist...
DasNachworthat die Geschichte für mich nochmal sehr aufgewertet:Dort schildert KathleenTeile ihrer eigenen Familiengeschichteund ihrerRecherche/Arbeit für das Buch. Man merkt, dass sie viele der angeschnittenen Themen entweder selber ähnlich erlebt hat oder Menschen mit solchen Erfahrungen kennt.Daraus resultiert einBuch, das sehr viele niederschmetternde Themen kombiniert.Hauptthemen sind dabei einerseitsTrauer, da Tiger ja ihre Mutter verloren hat und irgendwann auch noch andere Figuren mit Verlusten dazu kommen, das zweite Thema sind (schlechte) Familien/Lebensbedingungen für Kinder,da Tiger dadurch imPflegesystem landet und dort entsprechend auf andere Kinder trifft.Wie typisch für Glasgow ist die Geschichte sehrungeschöntund es wird wenig romantisiert.Dadurch hatte ich lange das Gefühl, dass es keine wirkliche Entwicklung gibt. Das hat mir beim Lesen nicht sooo gut gefallen, gleichzeitig ist das wohl auch deutlich realistischer als eine Figur, der es nach einem solchen Verlust sehr schnell besser geht.Während die meisten Sachen wirklich lange ausgeschmückt werden, es immer wieder Szenen am gleichen Ort/mit dergleichen Figur gibt, um ein Gefühl für diese zu entwickeln,ging es mir am Schluss zu schnell. Hier hatte ich etwas das Gefühl, Glasgow will die Geschichte jetzt zu einem Ende bringen und einzelnen Dingen wurden nur wenige Kapitel gewidmet, obwohl sie viel viel mehr Zeit benötigt hätten, damit sie sich realistisch anfühlen und man auch weiterhin mit Tiger mitgehen kann.Fazit: Einberührendes, überwiegend hartes Buch, da man auf viele Figuren trifft, die - Zitat "die Arschkarte" haben und sich daran auch so schnell nichts ändert. Generell ein realistischer Umgang mit ernsten Themen, der wenig beschönigt.How to make friends with da darkbekommt von mir4/ 5Sterne.