In "Im Reich der Dinosaurier" entwirft Edgar Rice Burroughs eine abenteuerliche Expedition in eine abgeschlossene Welt, in der urzeitliche Landschaften, prähistorische Tiere und menschliche Frühformen nebeneinander existieren. Der Roman verbindet rasante Handlung, exotische Topographie und spekulative Evolutionsfantasie zu jener populären Mischung aus Abenteuer- und Wissenschaftsroman, die das frühe 20. Jahrhundert prägte. Burroughs' Stil ist direkt, bildkräftig und spannungsorientiert; zugleich spiegelt der Text zeitgenössische Vorstellungen von Fortschritt, Naturgeschichte und kolonialer Entdeckung. Burroughs, 1875 in Chicago geboren, war kein akademischer Naturforscher, sondern ein außergewöhnlich wirksamer Erzähler der amerikanischen Unterhaltungsliteratur. Seine Erfahrungen in wechselnden Berufen, sein Interesse an militärischer Disziplin, Grenzräumen und Überlebenssituationen sowie der enorme Erfolg seiner Tarzan-Romane formten seine Vorliebe für heroische Figuren in fremden, gefährlichen Welten. "Im Reich der Dinosaurier" zeigt besonders deutlich, wie er populäre Wissenschaft, darwinistische Motive und reine Erzählenergie verschmilzt. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die klassische Abenteuerliteratur nicht nur als Spannung, sondern auch als kulturgeschichtliches Dokument verstehen möchten. Es bietet packende Unterhaltung, eröffnet aber zugleich Einblicke in die Fantasien, Ängste und wissenschaftlichen Spekulationen seiner Entstehungszeit.