Wessen Interessen vertreten Parteien? Zu oft setzen sich die Anliegen großer Konzerne durch. Das ist kein Zufall: Konzernlobbys prägen die Politikberatung und beeinflussen zentrale Entscheidungen. Konzernunabhängige Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) hingegen finden deutlich seltener Gehör. So entstehen strukturell ungleiche Machtverhältnisse, die sich immer weiter fortsetzen. Ulrike Sumfleth entwirft ein Gegenmodell dazu: einen neuen Parteityp, der Lobbyismus umkehrt. Diese »NGO-Partei« bündelt die Interessen konzernunabhängiger Organisationen und lässt sich von ihnen beraten. Ihr Markenzeichen ist eine unabhängige Expertise - transparent und gemeinwohlorientiert. Das Buch zeigt, wie ein solcher Parteityp Wirklichkeit werden kann, welche Hürden zu beachten sind und wie sich echte demokratische Interessenvertretung umsetzen lässt. Ein politisches Handbuch für alle, die demokratische Machtbalance nicht nur einfordern, sondern konkret neu gestalten wollen.