Das Cover ist schön gestaltet, und auch wenn ich nicht so sehr auf Liebesromane stehe, in diesem Fall hat mich die Kurzbeschreibung überzeugt. Ich liebe Bücher und alles drumherum. Natürlich wollte ich das Buch unbedingt lesen: Ein Bücherfestival in einem beschaulichen Schweizer Ort - genial.
Und damit kommen wir auch schon zur Geschichte: Der Buchladen, in dem unsere Protagonistin Aurora, Ro genannt, arbeitet, steht finanziell vor dem Aus. Um ihren Job und den geliebten Buchladen zu retten, kommt ihr die Idee, ein Buchfestival auf die Beine zu stellen.
Bis dahin fand ich die Handlung etwas vor sich hinplätschernd, wenn auch durchaus idyllisch. Auroras Freundinnen Lil und Flo unterstützen die Idee des Festivals und stehen ihrer Freundin auch ansonsten toll zur Seite. Auch Lukas, der Sohn des Bürgermeisters und Ros alter Klassenkamerad springt mit rein in die Planung, und natürlich fliegen da die Funken. Aber auch hier war mir die Story teilweise einfach zu dünn und schwer nachzuvollziehen. Sowohl waren Auroras Reaktionen manchmal einfach nicht nachvollziehbar, noch kann ich stellenweise Lukas' Verhalten (geschweige denn das seines Vaters) nachvollziehen.
Die Planung des Festivals, das bereits acht Wochen später steigen sollte, war mir persönlich zudem viel zu unrealistisch. Aber so geht es vielleicht auch dem einen oder anderen Ermittler, wenn er Kriminalromane liest.
Schön fand ich die Freundschaft der drei jungen Frauen, sie war für mich mehr oder weniger das Highlight. Zudem hat mir das Drumherum gut gefallen (das Bücherkaffi und auch die Bücherpension), aber da hätte ich mir persönlich noch ein wenig mehr (und intensivere) Beschreibungen gewünscht, um einfach besser in den Roman einzutauchen.
Die Grundidee ist gut, und ich würde wahrscheinlich dem zweiten Band eine Chance geben. Als Cosy Romance könnte man es auf jeden Fall durchgehen lassen - das Genre ist eben nur nicht gerade mein liebstes.