Slapstickkomödie mit einigen realen Bezügen
Der DDR geht das Geld aus, alle denkbaren Möglichkeiten, wie der Freikauf von Häftlingen gegen harte D-Mark vom Klassenfeind, scheinen ausgeschöpft. Alle? Nein, nicht alle. Die neu zum Leben erweckten Handelsbeziehungen mit dem befreundeten Bruderstaat Afghanistan, sowie deren begrenzten Möglichkeiten, geeignete Tauschobjekte (Industrieprodukte der DDR gegen ?) zu Verfügung zu stellen, führt den neu in die Planungskommission (PlaKo), Abteilung Afghanistan, berufenen Grischa Tannberg auf eine außergewöhnliche Spur. Wie wäre es, das einzig "wertvolle" Produkt dieses Landes, den "schwarze Afghanen", zum legalen Devisenbeschaffer zu machen? Die notwendigen Begründungen für dessen Legalisierung inklusive der dazugehörigen Klassifikation als "Medizinalhanf" sind schnell gefunden: Cannabis gehört, wie Alkohol, Nikotin und Koffein zu den Neurotoxinen. Inwieweit dann der Westen der Republik in die Machenschaften einbezogen wird, wird hier auf höchst amüsante Weise dargestellt. Man trifft dabei auf den einen oder anderen Realnamen und auch der Hintergrund wird zumindest ansatzweise ausgeleuchtet: der sogenannten Milliarden-Deal von Franz-Josef Strauß mit der DDR 1983, mit der der wirtschaftliche Zusammenbruch der DDR verhindert werden sollten. Als Gegenleistungen wurden beispielsweise die Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze abgebaut.Auf diesem realen Hintergrund wird eine nicht ganz ernst zu nehmende Geschichte aufgebaut, die einen gewissen Unterhaltungswert hat und zudem die Möglichkeit bietet, sich noch einmal die damaligen Verhältnisse in softer Form vor Augen zu führen.