Um es gleich vorweg zu sagen, Kalt wie die Luft von Orjan N. Karlsson hatte mich begeistert. Dunkel wie die Nacht, Jakob Webers zweiter Fall, reicht nicht ganz an den Vorgänger heran. Worum geht es?
Die Freundinnen Tuva, Katja und Britt finden beim Eisbaden in Kjerringøy eine Leiche. Schnell ist klar, es ist Emilio, Tuvas Geliebter, der eines Tages spurlos verschwand. Er wurde grausam ermordet.
Jakob Weber und Noora Yun Sande ermitteln. Als wäre das noch nicht genug, wird im Stillen Tal eine Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Ein Selbstmord? Es handelt sich um die 20-jährige Veronika.
Kurz darauf ist auch Tuva tot. Ins Visier der Polizei gerät Hermann Kjerschow, der Leiter einer dubiosen Stiftung. Aber auch Stein-Jarle Lie, eine Figur aus dem Iselin-Hanssen-Fall, aus dem Vorgängerband.
Erzählt wird diese unheimliche Geschichte aus der Perspektive von nicht weniger als acht Personen, auch aus Tätersicht. Immer wieder sind undatierte Tagebucheinträge eingestreut.
Über das Wiedersehen mit Jakob und Noora, die noch mit den Folgen ihrer Verletzung (siehe Vorgänger) kämpft, habe ich mich gefreut.
Es geht um fehlende Hautstücke, entfernte Augen und gewaltverherrlichende Therapiemethoden. Aber Schockieren allein reicht nicht, um Spannung zu erzeugen.
Der Höhepunkt kommt dann kurz vor Schluss mit dem Satz: Ich bin nicht in Gefahr. Ich bin die Gefahr. Gänsehaut pur!
Lustig fand ich: Vielleicht treffen wir da ja auch William Wisting. (Protagonist aus den Krimis von Jørn Lier Horst.)
Fazit: Jakob Weber und Noora Yun Sande haben es erneut mit bizarren Todesfällen zu tun. Gut, aber nicht so spannend wie der Vorgänger.