Ein wundervolles Buch mit einer gelungenen Mischung aus Biografie & wahren und knallharten Geschichten aus dem Tierschutz.
Meine Kurzeinschätzung: Jeder der die brutalen und schweren Facetten von Tierschutz mit Herzblut und nicht für Profit kennenlernen möchte, ist hier genau richtig. Eine gelungene Mischung aus Biografie, Schicksalsschlägen und einen Einblick hinter die Kulissen. Ich war wirklich schwer beeindruckt von Bruno Jelovic und habe sofort mal wieder sein Instagram gestalked. (Die Seite kenne ich schon etwas länger und kann sie jedem nur empfehlen) Stöbert unbedingt vorbei! ¿ *Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler.* Cover: Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es ist in eher dunklen Tönen gehalten worden. Auf dem Cover sieht man Bruno Jelovic persönlich- kurze Haare, sichtbare Tattoos einen ernsten Blick. Er trägt eine dicke Holzfällerjacke und auch feste Handschuhe. Und natürlich ist ein Hund bei ihm, den er liebevoll krault. Der Hund ist wunderschön- mit blauen Augen und weiß/ braunem Fell. Er sieht wie ein Husky Mischling aus. Auch die Gestaltung im Buch selbst finde ich sehr gelungen- gerade die kleinen Pfotenabdrücke in den Ecken und auch die Bilder in der Mitte des Buches waren schön mitanzusehen und gaben dem ganzen nochmals eine persönliche Note. :) Ein Buch welches von außen definitiv alles aussagt was es muss. Schreibstil: Bei diesem Buch hatte Bruno Jelovic Unterstützung von Nicole Maibaum. Insgesamt hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen- er war sehr flüssig und leicht verständlich und war für mich persönlich, perfekt für Zwischendurch. :) Trotz ernster, oft grausamer Thematik! Wer nicht gerne über Tierquälerei und die bösen Seiten von noch böseren Menschen liest, sollte das Buch definitiv nicht lesen. Es wird nichts genau im Detail beschrieben, aber doch zumindest erwähnt. Die Kombination aus Biografie und Erfahrungsbericht fande ich überaus gelungen, obwohl ich nach den ersten 50 Seiten tatsächlich kurz dachte: "Oh weh! Jetzt dreht sich alles nur überwiegend um den Autor und um das Bodybuilding..Hilfe!" Zum Glück wurde danach der Fokus wieder auf die Hunde gelenkt. :) Etwas schade fande ich jedoch die vielen Wiederholungen, die es regelmäßig gab. Manche Dinge wurden mir einfach zu oft erwähnt- wenn man das abzieht und dann auch noch die ungenutzen Seiten dazuzählt, war es mir dann doch insgesamt etwas zu wenig input und etwas verschenktes Potenzial. Da hätte ich mir entweder ein paar Geschichten mehr oder noch ein paar Fotos von der Ranch gewünscht. Idee: Die Idee und die Aufklärungsgedanken hinter diesem Buch finde ich nicht nur enorm wichtig und gut, sondern wirklich einfach notwendig.. Sobald man mit Tieren arbeitet, sehen viele nur die "schönen" Dinge und verdrängen oft, dass es harte körperliche Arbeit und oft neben den schönen Dingen, auch psychisch, oft an die Grenzen geht. Bei Wind und Wetter draußen sein, körperlich schwer arbeiten und auch ab und an richtig schmutzig werden. Das ist Alltag. Kuscheln und Training da eher Nebensache. Für mich waren die persönlichen Geschichten der einzelnen Hunde am Schluss tatsächlich mein persönliches Highlight. Diese Seiten hätten endlos so weitergehen können. Und ich müsste lügen, wenn ich behaupte, dass mir die Schicksale der Hunde nicht nah gegangen wären. Die armen, kleinen Fellnasen.. Besonders die Tipps für eine gelungene Hundeadoption (gute Vereine erkennen und unterstützen) und auch Tipps für traumatisierende Hunde, fande ich sehr gut und wichtig. Spannend waren auch die Hintergrundgeschichten rund um den Aufbau der Ranch. Ein wenig schade finde ich, dass es viele "verlorene" Seiten gibt, die leer geblieben sind. Ich finde persönlich, dass man diese noch mit vielen weiteren Geschichten hätte füllen können- so sind zwar süße Pfotenabdrücke zu sehen- aber das Buch ist auch etwa 20 Seiten kürzer insgesamt, als gedacht. Dafür und für die Wiederholungen musste ich leider einen Punkt abziehen. Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4 Sternchen. Das Thema rund um den Tierschutz finde ich besonders wichtig und ist auch etwas, was ich tatsächlich auch sehr unterstütze. Jedoch "nur" durch Spenden für Straßenkatzen in Deutschland. Es gibt so viele Streuner in Deutschland, in Europa, auf der ganzen Welt- die unsere Hilfe brauchen und auf uns angewiesen sind. Bitte schaut nicht weg, schaut hin- so wie einst Bruno Jelovic es tat. Jeder Cent hilft! Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und gerade Hundeliebhabern sehr ans Herz legen. ¿