Spannendes Marsabenteuer über vier Jugendliche, politische Intrigen und ein mysteriöses blaues Leuchten.
Andreas Eschbach gelingt mit "Das ferne Leuchten" ein fesselnder Auftakt, der weit über einen klassischen Jugendroman hinausgeht. In einer nahen Zukunft hat die Menschheit das scheinbar Unmögliche geschafft: eine dauerhafte Kolonie auf dem Mars. Doch während 200 Siedler um Selbstversorgung ringen, brodelt auf der Erde politischer Widerstand - und bedroht das fragile Gleichgewicht zwischen beiden Welten.Im Zentrum stehen die Marskinder, vier Jugendliche, für die der Mars Heimat, Alltag und Lebenswirklichkeit ist. Carl, der erste auf dem Mars geborene Mensch, träumt von einer wissenschaftlichen Karriere - die ihn jedoch von seinem einzigen Zuhause trennen würde. Ariana rebelliert zwischen zwei Welten, Ronny träumt vom Fliegen statt vom Lernen, und die kleine Elinn glaubt an rätselhafte Artefakte, die sie in ein geheimnisvolles "blaues Leuchten" verwickeln.Eschbach beschreibt die technischen Herausforderungen des Marslebens ebenso glaubwürdig wie die inneren Konflikte der Kinder. Politische Intrigen, familiäre Spannungen und die unterschwellige Bedrohung durch unbekannte Kräfte verweben sich zu einer packenden Handlung, die trotz Fantastik nie unglaubwürdig wirkt.Der Roman überzeugt durch klare Sprache, starke Figuren und einen wissenschaftlich stimmigen Hintergrund. Selten wurde der Mars so greifbar, so menschlich und gleichzeitig so geheimnisvoll dargestellt. Eine empfehlenswerte, zeitlose Lektüre - nicht nur für junge Leser, sondern für alle, die Abenteuer und gut erzählte Zukunftsvisionen lieben.