für mich ein rundum humorvoller, spannender und sehr unterhaltsamer Cosy Crime
Zum Cover:Dieses Cover hat mich sofort gepackt. Dackel Wilhelm blickt mich an - und als bekennender Dackelfan war ich augenblicklich schockverliebt. Diesem typischen Dackelblick kann man einfach nicht entkommen.Mit Kapitänsmütze im Boot versprüht Wilhelm Charme, Neugier und genau die richtige Portion Humor. Für mich verkörpert er perfekt das, was ich mir von einem Cosy Crime erhoffe: Spannung mit Augenzwinkern und Wohlfühlfaktor.Besonders schön finde ich den Schriftzug auf der tafelförmigen Gestaltung, die zugleich als Wiedererkennungsmerkmal der Reihe dient. Die Flusskulisse rundet das Cover stimmig ab und macht sofort Lust auf eine mörderisch gute Lektüre.Meine Meinung:Mit "Eine Flussfahrt, die ist tödlich¿ dem vierten Band der "Morden ohne Sorgen-Reihe¿ bin ich erneut in die wunderbar schräge und zugleich gemütliche Cosy-Crime-Welt von Andreas K. Buchholz eingetaucht - und ich habe mich vom ersten Moment an wieder wohlgefühlt. Sein Humor ist genau mein Geschmack: pointiert, manchmal herrlich makaber und durchzogen von Dialogen, bei denen ich mir das Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Es fühlte sich ein bisschen an wie ein Wiedersehen mit guten Bekannten - nur eben mit Mordfall.Es war einfach schön, all die altbekannten Figuren wiederzutreffen und gemeinsam mit ihnen in einen neuen Mordfall zu starten. Beim Lesen wurde ich selbst zum kleinen Kommissar und habe mitgerätselt, auch wenn mir der Fall bis zum Schluss nicht wirklich einsehbar war. Ein klein wenig mehr Irreführung oder falsche Fährten hätten mir hier noch zusätzliche Rätselfreude bereitet.Parallel zum Lesen habe ich das Hörbuch gehört - und das war ein echtes Highlight. Es fühlte sich fast wie ein Hörspiel an, es fehlten nur noch die Nebengeräusche. Der Sprecher hat eine wundervolle Stimme und haucht jeder einzelnen Figur Leben ein, sodass ich komplett in die Geschichte eingetaucht bin. Vor meinem inneren Auge lief die Handlung wie ein Film ab.Was soll ich sagen: Dackel Wilhelm hat mein Herz endgültig erobert. Er ist niedlich, frech und lockert den Fall mit seinen Aktionen immer wieder auf. Besonders begeistert hat mich, dass Wilhelm in diesem Band deutlich mehr Raum bekommt - was ich sehr begrüßt habe.Als Dackelfrauchen habe ich so viele typisch dackelige Eigenarten wiedererkannt und dabei unzählige Parallelen zu meiner eigenen Hündin entdeckt. Diese liebevolle und authentische Darstellung macht Wilhelm für mich zu einem absoluten Highlight der Reihe.Neben dem Mordfall - der unter anderem durch Aberglaube rund um die Zahl 13 und verschiedene Vorkommnisse angestoßen wird - lebt die Geschichte vor allem von ihren Figuren. Loebell sehnt sich eigentlich nach Zweisamkeit mit Fleur, doch seine Freunde, Kollegen und der Redaktionsalltag beim Stadtanzeiger funken ihm ständig dazwischen. "Alles für die Eins, immer alles für die Eins" - dieser Satz seines Chefs hat sich mir fest eingeprägt.Besonders gelungen finde ich, wie der Autor jede Figur individuell zeichnet. Niemand verschwimmt, niemand ist austauschbar - alle sind Unikate. Alte Figuren entwickeln sich weiter, neue Charaktere fügen sich stimmig ein. Köstlich waren für mich vor allem Tuans Sprachnachrichten: Ich konnte sie innerlich hören und mir die Szenen bildlich vorstellen.Fazit:"Eine Flussfahrt, die ist tödlich¿ der vierte Band der "Morden ohne Sorgen-Reihe¿ ist für mich ein rundum humorvoller, spannender und sehr unterhaltsamer Cosy Crime, der vor allem durch seine Figuren, die Dialoge und den unverwechselbaren Humor von Andreas K. Buchholz lebt. Dackel Wilhelm ist für mich das Herzstück dieser Geschichte - und ich freue mich jetzt schon riesig auf den nächsten Fall der Truppe. Mein Herz habe ich definitiv an diesen Dackel verloren.Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen