Ursprünglich habe ich nach dem Buch gegriffen weil ich dachte, dass es um das Gebirge geht, doch weit gefehlt. Erzählt wird eine düstere und kaum zu glaubende Geschichte. Die 6 Jährige Liv wird von Ihren Eltern für Tot erklärt, und lebt fortan zwischen voll gemülltem Haus der Eltern und einem auf dem Hof stehenden Container. In letzterem verbringt sie einen Großteil der Zeit, denn da niemand erfahren soll, dass sie noch lebt, ist Obacht geboten. Die ganze Szenerie wirkt surreal und bedrückend. Der Vater driftet immer mehr ab, sammelt alles mögliche und unmögliche und nimmt damit nicht nur seiner Tochter, sondern auch seiner Frau fast jede Luft zum atmen. Er entwickelt eine krankhafte Obzession, die man als Leser nur schwer nachvollziehen kann. Die Beweggründe bleiben für mich auch zu undurchsichtig, die Handlung plätschert vor sich hin, bevor am Ende dann noch mal ein spannender Showdown stattfindet. Mir fehlte es in dem Buch eindeutig an Spannung , aber auch an gut gezeichneten Charakteren. Der Leser erfährt nichts über deren Antrieb, oder Beweggründe, bzw. davon zu wenig. Alles in allem leider sehr enttäuschend.