Anders als erwartet, und irgendwie schnürrt er mir die Kehle zu.
Wie schon im ersten Teil stehen wieder Tiere im Fokus, und auch diese Story ist komplett in sich abgeschlossen. Mein Fazit vorab: Das Buch hat mich echt wieder gepackt und richtig gut unterhalten, auch wenn für die kommenden Bände definitiv noch ein bisschen Luft nach oben ist.Worum geht's? Wir landen mitten im Schweinemastbetrieb Macellum und ja, es ist genauso eklig, eng und beklemmend, wie es sich anhört. Der einzige Lichtblick für die Tiere sind die sogenannten "Archen", die ausgewählte Schweine angeblich ins Paradies (das Königreich Regnum) bringen sollen. Wer das anzweifelt, wird direkt mundtot gemacht. Aber dann bricht ein tödliches Virus aus, und das ganze schöne Lügengebilde fliegt krachend auseinander.Der Autor hat einen besonderen Schreibstil, worauf man sich einlassen muss, man ist aber schnell in der Geschichte drin, die Atmosphäre ist durchgehend ziemlich düster und bedrückend, und das Finale hat es echt in sich, da wird definitiv nicht mit Samthandschuhen angefasst!Richtig intensiv fand ich, dass wir alles aus der Ich-Perspektive eines namenlosen Schweins erleben. Man spürt die ständige Angst und die Zweifel an dieser ganzen "Regnum"-Verheißung quasi hautnah. So liefert das Buch nicht nur pure Spannung, sondern verpasst einem ganz nebenbei auch noch eine ordentliche Breitseite an Gesellschaftskritik, was unseren Umgang mit Nutztieren angeht.Kurz gesagt: Wer auf packende, etwas düstere Tierfabeln steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Ein spannendes Buch, das definitiv noch ein bisschen im Kopf bleibt und zum Nachdenken anregt!