Axel S. Meyer Die Herren der See
Erschienen 11.03.2025 bei Rowohlt Taschenbuch-Verlag
477 Seiten
Dies ist mein zweiter historischer Roman von Axel S. Meyer nach Das Handelshaus, den ich vor einigen Jahren gelesen habe.
Ein durchaus interessanter, recht spannender historischer Roman, welcher vordergründig das Leben des Seefahrers Paul Beneke aufzeichnet. Beneke lebt hasserfüllt. Nun bekommt er endlich Gelegenheit, auf seinen Feind Bernt Pawest zu treffen. Pawest, ein ekelhafter Mensch, hasst Beneke ebenso, wie dieser ihn. Grund für diesen Hass war, dass Beneke Pawests Tochter Margreta zur Frau nehmen wollte. Pawest hat es geschafft, dass dies Beneke nicht gelang. Seither sinnt dieser auf Rache. Endlich bekommt er Gelegenheit. Der Protagonist Till Landers ist Mittel zum Zweck.
Der sympathische Kaufmannsgehilfe Till Landers hatte für sich ein anderes Leben geplant. Nach Abschluss eines guten Geschäftes wollte er umgehend heim nach Wismar, ein Lob für sein Geschick einholen und Juta heiraten.
Alles kam anderes. Ein Überfall brachte ihn kurzzeitig in den Kerker. Seine Flucht gelang. So kam er auf den Mariendraken, ein Schiff, welches durch die See unter dem Kommando des unberechenbaren Paul Beneke streift. Beneke versteht sein Handwerk wie kein anderer. Seine Kaperfahrten sind legendär.
Landers schafft allmählich durch sein zurückhaltendes Wesen und seine Intelligenz, dass ihm die rauen Gesellen allmählich Respekt zollen. Er ist anders als die anderen Besatzungsmitglieder.
Die Geschichte ist in mehreren Handlungssträngen aufgebaut. Alles fügt sich erst am Ende zusammen.
Es ist gelungen, den Seekrieg in Nordeuropa um 1471 zwischen der Hanse und England lebhaft in Szene zu setzen.