
Der Mensch kann Anteil an der göttlichen Substanz haben, die als Substanz weder einen Willen noch einen Heilsplan hat, so Spinoza. Man darf nicht in den Affekten untergehen, sondern muss sie nutzen. Liebe zu Gott und Resignation (sich in das Schicksal zu ergeben) stehen eng nebeneinander. Im Pantheismus- bzw. Spinoza-Streit wurde Lessing des Spinozismus (als einer Form der Ungläubigkeit) verdächtigt. Goethe und Herder nahmen Spinozas Lehren begeistert auf. Hume bezeichnete sie als abscheulich. Der Religionskritiker Feuerbach nannte ihn den »Moses der modernen Freigeister und Freidenker«. Nietzsche wurde stark von ihm inspiriert, Carl Schmitt war er zutiefst verhasst: Der klassische Text liegt hier in einer verlässlichen Edition vor.
Inhaltsverzeichnis
Die Ethik
I. De Deo / über Gott
Appendix / Anhang
II. De Natura, & Origine Mentis / Über die Natur und den Ursprung des Geistes
III. De Origine, & Natura Affectuum / Über den Ursprung und die Natur der Affekte
Affectuum Definitiones / Definitionen der Affekte
IV. De Servitute Humana, seu de Affectuum Viribus / Über die menschliche Knechtschaft oder die Macht der Affekte
Appendix / Anhang
V. De Potentia Intellectus, seu de Libertate Humana / Über die Macht des Verstandes oder die menschliche Freiheit
Nachwort
Zeitlichkeit und Ewigkeit
Unverhältnismäßigkeit von Gott und Mensch
Geschichtlichkeit des Menschen
Die Existenz der Dinge
Die Unsterblichkeit des Menschen
Die Idee
Die Ideen der Ideen
Literaturhinweise