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Becks letzter Sommer

Roman.
Taschenbuch
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Beck ist nicht zu beneiden. Mit der Musikerkarriere wurde es nichts, sein sicherer Job als Lehrer ödet ihn an, und sein Liebesleben ist ein Desaster. Da entdeckt er in seiner Klasse ein unglaubliches Musiktalent: Rauli Kantas aus Litauen. Als Manager … weiterlesen
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Becks letzter Sommer als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Becks letzter Sommer
Autor/en: Benedict Wells

ISBN: 3257240228
EAN: 9783257240221
Roman.
Diogenes Verlag AG

1. Dezember 2009 - kartoniert - 453 Seiten

Beschreibung

Beck ist nicht zu beneiden. Mit der Musikerkarriere wurde es nichts, sein sicherer Job als Lehrer ödet ihn an, und sein Liebesleben ist ein Desaster. Da entdeckt er in seiner Klasse ein unglaubliches Musiktalent: Rauli Kantas aus Litauen. Als Manager des rätselhaften Jungen will er es noch mal wissen, doch er ahnt nicht, worauf er sich da einlässt ... Ein tragikomischer Roman über verpasste Chancen und alte Träume, über die Liebe, Bob Dylan und einen Road Trip nach Istanbul. Ein magischer Sommer, in dem noch einmal alles möglich scheint.

Besprechung

Weihnachtstipp unserer Top-Rezensenten:

Dieses großartige Debut ist nun endlich im Taschenbuch erschienen. Gute Literatur und sprachlich auf höchstem Niveau. Bestens geeignet für Jugendliche ab 17 Jahren, aber auch für alle jung gebliebenen Musiker bestens geeignet.

Tilman Schneider, Top-Rezensent

Portrait

Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Im Alter von sechs Jahren begann seine Reise durch drei bayerische Internate. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin. Dort entschied er sich gegen ein Studium und widmete sich dem Schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vielbeachtetes Debüt >Becks letzter Sommer< erschien 2008, wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet und 2015 fürs Kino verfilmt. Wie bereits sein dritter Roman >Fast genial< steht auch sein soeben erschienener Roman >Vom Ende der Einsamkeit< auf den Bestsellerlisten. Wells wurde dafür mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) 2016 ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 31.12.2009

Götterspeise als Hauptgang
Benedict Wells rast genialisch über den Balkan

Robert Beck ist Ende dreißig, als kauziger Alleinstehender mit Bauch und Unfrisur von wallanderscher Erscheinung, aber ohne das idealistische Berufsethos des verbissenen Kommissars: Beck ist als Lehrer eine Null; er ist einer, der sich in Momenten der Desillusionierung daran erinnert, nie Illusionen gehabt zu haben.

Der junge Münchner Autor Benedict Wells lässt die Titelfigur seines nun auch als Taschenbuch erschienenen Debütromans ein noch ausreichendes, tendenziell aber mangelhaftes Dasein führen. Doch plötzlich hat dieser Beck, der nicht mehr an ein aufregendes Leben geglaubt hat, eine Epiphanie in Gestalt des jungen Litauers Rauli, eines mit Unauffälligkeit gestraften Siebzehnjährigern, der Gitarre spielen und singen kann wie ein junger Gott. Der verhinderte Rockstar Beck entdeckt dieses Ausnahmetalent, will ihm Gottvater sein und muss sich doch mit der Rolle des Jüngers abfinden. Denn sosehr sich Beck auch müht und Geld und Leidenschaft investiert, er wird eine Fußnote bleiben in Raulis Karriere. Einen Sommer lang aber darf Beck träumen.

Neben Rauli gibt es nur wenige Menschen in Becks Leben. Da wären die verführerische, aber unerreichbare Schülerin Anna Lind, die geliebte, aber in die Ferne schweifende Kellnerin Lara, sein bester Freund, der wahnsinnige Deutschafrikaner Charlie, und der weise, aber verhasste Bob Dylan. Gesprengt wird die Konstellation, als Charlie aus der Klapsmühle ausbricht und Beck drängt, ihn nach Istanbul, zu seiner Mutter, zu bringen. Rauli will auch mit, und so wird aus einem Münchner Midlife-Crisis-Schwank ein südeuropäisches Gangster-Roadmovie.

Schulhofschnuten weichen abgeklärten Nutten, Rangeleien Schießereien und Todesahnungen dem wirklichen Sterben. Mit zunehmender Rasanz verläuft sich aber leider auch der Autor als Figur immer öfter in die Geschichte ("Beck und ich, Teil 6"), die diesen Eingriff gar nicht nötig hätte. Die Wendung zum Roadmovie ist einer Phobie des Autors geschuldet: Wells kennt die beschriebene Strecke, sein Fernweh trieb ihn einst in die Türkei, seine Flugangst zuvor ins Auto. Wells erzählt aber nicht wie ein naiver Rucksacktourist, der lieber ein Buch statt eines Blogs schreibt, sondern beängstigend routiniert, mit Witz und Verve, mit beiden Beinen fest im pathosfreien Jetzt, das in diesem Fall das Ende der Neunziger ist.

Robert Beck erinnert stark an den Englischprofessor Grady Tripp aus Michael Chabons "Wonder Boys", vom Neid des Lehrers auf ein junges, stets schwindelndes Genie über das Laster des Kiffens bis hin zu dem Schlamassel, auf den der Protagonist in einem kaputten Auto zurast. Wells' Geschichte verläuft furios, aber in bekannten Bahnen: Highway revisited. Wie die beste Melodie, die Rauli in diesem Sommer spielt, die keine umwerfend neue, nie gehörte ist - "auch Beck fragte sich, woher er diesen Song kannte" -, sondern ein eingängiges Lied, dem es an Originalität, aber nicht an Qualität fehlt, so ist auch der Roman mitreißend, aber alles andere als eine Neuerfindung des Genres.

Doch möchte man auch dann noch weiterlesen, wenn der Geschichte am Ende die Puste ausgeht. Ein genialer Schnaufer wird doch noch kommen, denkt man sich, allerdings vergeblich. Die B-Seite - so heißt der zweite Teil des Buches in Wells' Vinylsprache - ist eben nur eine B-Seite. Die Musikpresse würde schreiben: Eine schwache B-Seite Raulis ist aber immer noch besser als die beste A-Seite eines ordentlichen Musikers wie Beck. Also demnächst ein bisschen mehr Genie bitte.

MARTIN WITTMANN

Benedict Wells: "Becks letzter Sommer". Roman. Diogenes Verlag, Zürich 2009. 464 S., br.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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Bewertungen unserer Kunden
Behalten Sie diesen Autor im Auge!
von Die Sachensucherin - 11.08.2016
Nachdem ich von Das Ende der Einsamkeit so begeistert war, wollte ich gerne -vor eventuellem Genuss des Films- gerne diesen ersten von Benedict Wells veröffentlichten Roman lesen. Da ich das Filmplakat sehr gegenwärtig vor Augen habe, hatte ich beim Lesen leider immer Christian Ulmen, der im Film die Rolle des Protagonisten innehat, im Hinterkopf und muss sagen: eine perfekte Besetzung. Zum Buch: auch hier beweist der Autor eine große geistige Reife, viel Weisheit, eine wunderbare Sprache, viel tragische Komik. Die Geschichte über einen Lehrer in der verfrühten Midlife-Krise, die Drogenprobleme seines Freundes, seine Bindungsängste und den Versuch, seine eigene Musikerkarriere durch einen jungen Schüler wiederzubeleben, hat mich jedoch nicht so sehr abgeholt und mitgenommen. Trotzdem durchaus spannende, gute und anspruchsvolle Unterhaltung. Mal sehen, ob der Film da mithalten kann!
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