Birgit Bucher diskutiert gleichermaßen wissenschaftstheoretisch wie anwendungsbezogen, inwiefern die in der traumapädagogischen Praxis als zentral geltenden Konzepte durch eine explizit psychoanalytische bzw. psychoanalytisch-pädagogische Fundierung an Gehalt und Tiefendimension gewinnen können. Sie zeigt, wie insbesondere die den Frühen Dialog beschreibenden, interaktionellen Konzepte Holding, Containment und Mentalisierung sowie die für die psychoanalytische Theoriebildung und Methodik zentralen Konzepte Übertragung und Gegenübertragung, Wiederholungszwang und Szenisches Verstehen für die Traumapädagogik genutzt werden können. Praxisnah und anhand von Fallbeispielen skizziert die Autorin den Nutzen der Integration psychoanalytisch-pädagogischer Wissensbestände in die traumapädagogische Aus- und Weiterbildung.