Drachenlied Zwischen den Reichen ist eines dieser seltenen Bücher, die einen vom allerersten Satz an packen und dann einfach nicht mehr loslassen. Celine hat eine bemerkenswerte Gabe für Sprache: Ihre Worte erzeugen klare, lebendige Bilder, und manche ihrer Ortsbeschreibungen sind so intensiv, dass sie mir tatsächlich Tränen in die Augen getrieben haben. Man sieht diese Welt nicht nur man steht mitten darin.
Was dieses Fantasydebüt besonders macht, ist nicht nur das Setting mit Drachen, Nebel und zwei verfeindeten Reichen, sondern die emotionale Tiefe dahinter.
Die Geschichte zieht einen hinein, lässt einen mit den Figuren fühlen, hoffen, leiden, kämpfen. Man hält den Atem an, man atmet auf und man ist bis zur letzten Seite gefangen in dieser Welt.
Die Charaktere sind vielschichtig und sorgfältig ausgearbeitet, nichts wirkt beliebig oder flach. Gerade Thyra als Protagonistin trägt die Geschichte mit einer Mischung aus Verletzlichkeit und innerer Stärke, die glaubwürdig und berührend ist. Und auch die Nebenfiguren fühlen sich echt an mit eigenen Motiven, Ängsten und Brüchen.
Celine ist eine Selfpublisherin, deren Talent man wirklich nicht unterschätzen sollte. Drachenlied ist nicht einfach gut für ein Debüt es ist ein starkes, atmosphärisches Fantasybuch, das sich problemlos neben viele Verlagsveröffentlichungen stellen kann.
Wer düstere, emotionale Fantasy mit starken Bildern, Tiefe und einem Hauch Tragik liebt, sollte dieses Buch unbedingt lesen.