Beim Lesen des zweiten Bands von Devil Wants To Hug wurde ich tief in eine Welt voller Schmerz und zarter Hoffnung gezogen. Ye Lis Kampf, den Dämonenherrscher vor Verrat und Angriffen zu bewahren, ließ mich mitfiebern, seine Entschlossenheit war berührend und zeigte, wie stark sein Beschützerinstinkt sein kann.
Besonders bewegend fand ich die Szene, in der Cang Yan, in seiner neuen Gestalt als Dämonen-Bestien-Junges erscheint. Diese Fürsorge erschafft eine ganz besonders sanfte Atmosphäre. Diese Szenen erzeugten eine unerwartete Zerbrechlichkeit, die die wachsende Nähe zwischen ihm und Ye Li besonders wirken ließ.
Es hat mich sehr nachdenklich gestimmt zu erfahren, welche Qualen Cang Yan durchlebt hat, besonders im Licht seiner Vergangenheit mit dem Gott des Frühlings und dem gnadenlosen Verhalten dessen Vaters, dem Himmelskaiser. Dieses Schicksal erklärt seine Handlungen vielschichtig und machte ihn für mich zu einer Figur, die trotz ihrer scheinbaren Härte tief verletzlich ist.
Der Zeichenstil hat das Ganze für mich noch eindringlicher gemacht. Mit jeder Seite wurden die Emotionen, welche die Charaktere durchleben authentisch und einprägsam dargestellt. Das Erzähltempo empfand ich als genau richtig, nicht zu hektisch, sodass ich mich voll auf die Atmosphäre einlassen konnte, aber auch spannend genug, um immer weiter lesen zu wollen.
Definitiv werde ich auch diese Reihe weiterverfolgen, ich muss unbedingt wissen, wie es mit Cang Yan und Ye Li weitergeht und ob sie am Ende ihr verdientes Glück finden.