Joeys innerer Kampf geht unter die Haut und die Liebe zwischen Aoife und Joey fühlt sich echt und verdient an
Redeeming Six, der vierte Band der Boys of Tommen-Reihe von Chloe Walsh, hat mich emotional komplett mitgenommen. Die Geschichte von Aoife und Joey ist roh, schmerzhaft und gleichzeitig voller bedingungsloser Liebe.Was mich besonders getroffen hat, ist Joeys Rolle innerhalb seiner Familie. In den ersten beiden Büchern war er oft der Beschützer, derjenige, der alles regelt, der stark sein muss. Und auch hier übernimmt er diese Rolle wieder. Aber diesmal wird erst richtig deutlich, wie sehr ihn das alles innerlich zerstört. Alle verlassen sich auf ihn, alle behandeln ihn, als wäre es selbstverständlich, dass er für sie kämpft, sie schützt und alles aushält. Als würde er nur dafür existieren.Man wusste schon vorher, dass er innerlich kämpft, aber in diesem Band wird klar, wie extrem dieser Kampf wirklich ist. Die Gewalt, die Verantwortung, die Drogensucht, das ständige Funktionieren müssen. Und vor allem, dass er damit so lange komplett allein klarkommen musste. Shannon war immer für ihn da, ja, aber es war anders. Erst durch Aoife bekommt er jemanden, der ihn wirklich sieht, der hinter die Fassade schaut und ihm hilft, nicht nur zu überleben, sondern wirklich zu heilen.Die Beziehung zwischen Aoife und Joey ist nicht perfekt, nicht leicht, aber unglaublich echt. Trotz allem finden sie immer wieder zueinander. Es ist tragisch, es ist schwer, und trotzdem so schön, weil ihre Liebe sich ehrlich und verdient anfühlt.Mehr als einmal sind mir die Tränen gekommen. Für mich ganz klar 5 Sterne.