Absolutes Wohlfühlbuch mit Claire-Bär
Taming 7 war für mich genau das Buch, das ich nach den emotional schweren vorherigen Bänden gebraucht habe. Diese "Rezension" wird wegen den triggernden Themen nicht sachlich, sondern lediglich meine persönliche Meinung widerspiegeln. Claire ist ein unglaublich lebensfroher, herzlicher und manchmal auch naiver Mensch. Gerade diese unbeschwerte Art macht sie so besonders. Sie bringt Licht in jede Szene und ist eine Figur, mit der man am liebsten selbst befreundet wäre. Ihre positive Ausstrahlung wirkt ansteckend und schafft es, selbst in den dunkelsten Momenten Hoffnung zu vermitteln.Mit Gibsie lernen wir einen Jungen kennen, der (wie so viele Figuren in dieser Reihe) seine eigenen Traumata mit sich trägt. Doch was dieses Buch für mich so besonders macht, ist die tiefe, innige Verbindung zwischen ihm und Claire. Ihre Beziehung fühlt sich ehrlich, warm und sicher an. Claire begegnet Gibsie mit einer Selbstverständlichkeit und Liebe, die sein schweres Gepäck nicht verschwinden lässt, ihm aber einen Ort gibt, an dem er einfach sein darf. Etwas unrealistisch für mich persönlich: das Gibsie fast jede Nacht bei Claire imBett schlafen darf. Das hätte meine Familie wahrscheinlich nicht geduldet ¿Nach all den schmerzhaften Geschichten der vorherigen Bücher hatte ich das Gefühl, dass Taming 7 mich selbst ein Stück weit geheilt hat. Vor allem Claires Optimismus und ihre Fähigkeit, das Gute in den Menschen zu sehen, haben mir gezeigt, dass trotz aller Traumata und Schicksalsschläge noch Hoffnung existiert. Obwohl auch Gibsie seine Dämonen mit sich trägt, vermittelt ihre Beziehung das wunderschöne Gefühl, dass die Welt vielleicht doch noch ein guter Ort sein kann.Für mich ist das Buch deshalb nicht nur eine berührende Liebesgeschichte, sondern auch ein Buch voller Wärme, Hoffnung und Geborgenheit. Chloe Walsh beweist erneut, wie authentisch sie schwierige Themen mit emotionaler Tiefe verbindet, ohne dabei die Leichtigkeit und das Gefühl von Zuhause zu verlieren.