The Witch's Debt beginnt ruhig. Ruhig in dem Sinne, dass es Ethina nicht leicht als Ausgestoßene im College hat. Das Verhalten ihrer Mutter, die einen Laden für Okkultes führt, macht es ihr da nicht angenehmer. Hinzu kommt, dass sie sich Schuldgefühle am Unfall ihrer jüngeren Schwester einredet, die seit Jahren im Koma liegt.
Und doch findet sie eine gute Freundin. April, ein beliebtes Mädchen, und fester Bestandteil einer Clique, die hoch angesehen ist. Unterschiedlicher können die beiden nicht sein, aber genau das schweißt sie zusammen.
Scheinbar ist da noch mehr im Spiel. Eine weitere Verbindung zwischen Ethina und April. Unerklärlich, düster, skurril, beunruhigend und in der Normalität nicht greifbar. Mitten drin Ethinas Mutter und ihr Hexendasein.
Die Geschichte entwickelt sich rasant, die Erlebnisse überschlagen sich, werden mysteriöser und unheimlicher. Zum Ende hin lässt einem der Horror nicht los.
Der fesselnde und bildliche Schreibstil, den die Autorin Clarissa Kühnberger an den Tag legt, verbunden mit facettenreicher und tiefgründiger Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart, machen das Buch rund.
Es handelt sich um den ersten Band, hat aber ein schlüssiges Ende, das jedoch Lust auf mehr macht.