Das Buch Ich schreie leise von Claus Cant hat mich vor allem durch seine emotionale Art angesprochen. Schon der Titel hat mich neugierig gemacht, weil er einen starken Gegensatz enthält: Schreien verbindet man eigentlich mit Lautstärke, während leise genau das Gegenteil bedeutet. Dadurch hatte ich direkt das Gefühl, dass es in dem Buch um Gefühle geht, die eine Person in sich trägt, aber nicht offen zeigen kann.
Beim Lesen fand ich besonders interessant, wie die Gedanken und Gefühle der Figuren dargestellt werden. Manche Stellen wirken bedrückend und regen zum Nachdenken an. Dadurch liest man die Geschichte nicht einfach nur, sondern versucht auch zu verstehen, warum die Personen so handeln und was in ihnen vorgeht.
Der Schreibstil hat mir insgesamt gefallen, weil er verständlich ist und trotzdem Emotionen vermittelt. An einigen Stellen musste ich kurz innehalten und über das Gelesene nachdenken. Genau das macht für mich ein gutes Buch aus. Allerdings gab es auch Abschnitte, die sich für meinen Geschmack etwas gezogen haben.
Insgesamt hat Ich schreie leise bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Buch zeigt, dass Menschen nach außen ruhig wirken können, obwohl sie innerlich mit starken Gefühlen kämpfen. Ich würde das Buch besonders Lesern empfehlen, die nachdenkliche und emotionale Geschichten mögen.