Eine unterhaltsame Mischung aus Cosy Crime, Humor und etwas Romantik, mit einer sympathischen Grundidee und leckerem Bäckerei-Ambiente
Nachdem mir die Messekrimis der Autorin, die sie unter dem Namen Daniela Wolff veröffentlicht hat, gut gefallen hatten, war ich sehr gespannt auf den Auftakt dieser neuen Reihe. Die versprach gemütliche Cosy-Crime-Unterhaltung mit einem originellen Setting. Die Bäckerei und das Kleinstadtleben werden anschaulich beschrieben und sorgen für eine angenehme Wohlfühlstimmung. Wer gerne backt, wird daran sicher Freude haben. Als frisch getrennte Frau, die sich in einer neuen Stadt einleben muss, bringt Linn interessante Voraussetzungen mit. Die beiden potenziellen Liebesinteressen sorgen zwar für einige humorvolle Momente, wirkten auf mich jedoch recht vorhersehbar. Die Szenen mit Linns Engelchen und Teufelchen gehören zweifellos zu den originelleren Einfällen des Romans. Aber irgendwann verloren die Dialoge einen Teil ihres Reizes. Die Ermittlungen verlaufen auch eher gemächlich, und die Spannung hält sich über weite Strecken in Grenzen. Die Auflösung war zwar nachvollziehbar, hat mich aber nicht wirklich überrascht. Insgesamt erinnert die Mischung aus Humor, Romantik und Krimi tatsächlich an manche amerikanischen Wohlfühlkrimis, wobei mir hier etwas mehr Spannung und weniger Fokus auf die Liebesgeschichte besser gefallen hätten. Wer leichte Cosy Crimes mit romantischen Elementen mag, wird vermutlich gut unterhalten werden. Für mich war es insgesamt solide, aber kein echtes Highlight.Ich werde die anderen Bände nicht lesen, ist einfach nicht ganz meins, obwohl ich Cosy Crimes grundsätzlich mag