Wundersame Dinge geschehen. Als Mrs. Tembrick sich in einen Fuchs verwandelt, versucht ihr Ehemann, das gemeinsame Leben mit allen Mitteln aufrecht zu erhalten. Er wäscht sie, bürstet sie, kleidet sie an. Man diniert am Esstisch, spielt Karten oder liest vor. So als wäre Sylvia - Mrs. Tembrick - noch ein Mensch. Doch die Füchsin zieht es zunehmend nach draußen, in den Garten, in den Wald, in die Freiheit. Und Mr. Tembrick muss sich bald entscheiden.Garnett hat eine Parabel auf das Leben geschrieben. Was ist, wenn Partner sich verändern, so sehr, dass ein gemeinsames Leben kaum noch möglich ist? Lässt man ihn ziehen? Sperrt man ihn ein? Verwandelt man sich mit ihm? Kann so eine Liebe überhaupt Bestand haben? Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich Garnett in diesem Büchlein. Mr. Tembrick versucht zunächst den Wandel zu ignorieren, das bisherige Leben weiterzuführen. Doch seine Lebenswelt gerät zunehmend ins Wanken, je mehr er Normalität sucht, umso mehr kehrt ihm die Füchsin den Rücken. Sie wird wilder, ungestümer, tierischer. Und driftet immer weiter von ihm. Verzweifelt sucht er ihre Nähe, versucht ihren Bedürfnissen nachzuspüren und verliert sich dabei selbst immer mehr.Kurzum: Ein schmales, spannendes Büchlein, über eine Liebe, die sich im Wandel befindet und die Frage, wie weit ist jemand bereit sich diesem Wandel zu stellen. Lesenswert.