Nach der Zerstörung ihrer bisherigen Arbeitsstätte fällt es Dr. Raisa Montefiore nicht leicht, einen neuen Job zu finden. Der Skandal um ihren ehemaligen Arbeitgeber und die Tatsache, dass alle ihre bisherigen Forschungsergebnisse vernichtet wurden, sind da auch nicht gerade hilfreich. Nebenher will Raisa auch den Schuldigen aufspüren, wozu die Hilfe von Gideon Stern sehr nützlich wäre. Dumm nur, dass gerade er es ist, den sie unbeabsichtigt zum Werwolf mutieren ließ.
Wie nicht anders zu erwarten, lässt Deborah Wilde den 2. Band ihrer Urban-Fantasy-Reihe zeitlich dicht an den 1. ("Vollmond für Anfänger") anschließen. Liegt der Fokus anfänglich auf der Arbeitsplatzsuche der Protagonistin, wechselt dieser bald auf die Suche nach der Person, die ihr experimentelles Medikament mit Wolfs-Erbgut verunreinigte. Schnell gerät eine Frau mit slawischem Akzent in Verdacht, genau die Frau, die Raisa und ihre Schwester in ihrer Kindheit entführt hatte. Natürlich ist der Co-Protagonist und Neu-Werwolf Gideon schließlich auch wieder mit von der Partie. Gemeinsam führt sie die Suche durch eine ganze Reihe von Ländern, wobei sie weiteren kriminellen Verstrickungen auf die Spur kommen. Die leichten Schwächen des 1. Bandes dieser Geschichte, die genau genommen in einer unserer Welt sehr ähnlichen Parallelwelt spielt, fehlen hier weitgehend. Somit fühlt sich Band 2 sogar runder als sein Vorgänger an. Einziger Schwachpunkt dieses Buches ist eine in meinen Augen unnötige und vor allem unnötig ausführliche Liebesszene im letzten Kapitel. Wie (und ob) es mit Raisa und Gideon weitergeht, lässt sich am Ende nicht abschätzen.
Natürlich erzählt die Autorin auch diesmal wieder aus der Ich-Perspektive ihrer Protagonistin.
Fazit:
Die teilweise magische Täter-Jagd durch Länder und Kontinente kann auch durch für das Genre ungewöhnliche Elemente überzeugen.