Mit Jasper Vale geht die Edens-Reihe wieder ein Stück weiter, und ich habe mich sehr gefreut, nach Quincy zurückzukehren. Ich mag dieses Setting und vor allem das Gefühl, das die Reihe inzwischen entwickelt hat: Man kennt die Figuren, ihre Familien und ihre Geschichten und fühlt sich dadurch schnell wieder zu Hause.
Jasper und Eloise haben mir als Paar richtig gut gefallen. Gerade Jasper habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Hinter seiner eher selbstbewussten Art steckt so viel mehr, und besonders seine Vergangenheit hat mir geholfen, ihn besser zu verstehen. Seine Geschichte fand ich emotional und konnte seinen Schmerz an vielen Stellen sehr gut nachvollziehen.
Auch Eloise ist eine Figur, mit der ich mich intensiv auseinandergesetzt habe. Sie steht unglaublich unter Druck, möchte es allen recht machen und hat dabei völlig aus den Augen verloren, was sie selbst eigentlich möchte. Besonders berührt hat mich, wie hart sie mit sich selbst umgeht und wie sehr sie die Erwartungen anderer über ihre eigenen Bedürfnisse stellt. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir deshalb besonders gut gefallen. Zu sehen, wie sie langsam lernt, für sich selbst einzustehen und ihre eigenen Wünsche ernst zu nehmen, war für mich einer der schönsten Aspekte des Buches.
Die Geschichte selbst war für mich unterhaltsam und emotional. Es gibt einige Momente, die mich wirklich mitgenommen haben, und natürlich darf auch das Drama nicht fehlen. Manche Entwicklungen haben mich zwar nicht überrascht, was dem Lesevergnügen aber keinen großen Abbruch getan hat. Gerade bei einer Reihe wie den Edens gehört für mich auch ein bisschen dieses typische Kleinstadt- und Familienchaos dazu.
Eine kleine Sache hat mich allerdings zunehmend gestört: Der viele Sex wurde für mich im Laufe der Geschichte etwas anstrengend. Nicht, weil ich grundsätzlich etwas gegen solche Szenen habe, sondern weil die sexuelle Spannung in der Erzählung teilweise sehr viel Raum einnimmt. Irgendwann hätte ich mir gewünscht, dass dafür andere Aspekte der Geschichte etwas mehr Raum bekommen.
Trotzdem hatte ich insgesamt eine schöne Lesezeit mit Jasper und Eloise. Ich mochte ihre Geschichte, habe mit den beiden mitgefiebert und fand besonders die persönliche Entwicklung der beiden gelungen.
Für mich ist Jasper Vale ein emotionaler und unterhaltsamer weiterer Band der Edens-Reihe und natürlich freue ich mich jetzt schon darauf zu erfahren, wen wir im nächsten Band begleiten dürfen.