Ein Buch, das uns einiges zu bieten hat und uns in die Welt der Schokolade führt und beim Lesen uns ungeheuere Lust auf Schokolade macht. Serafine Montalin nimmt eine neue Stelle als Ermittlerin in einem großen Schokoladenkonzern an mit dem Hintergedanken, den Mörder ihres Vaters zu finden, der hier vor 15 Jahren seinen Tod fand. Schon bald merkt sie, dass hier einige Unstimmigkeiten herrschen, ein Übernahme um die Firma Grison findet statt, deren Inhaberin Serafine seit ihrer Jugend kennt, da sie in der Jugend mit deren Sohn befreundet war. Frau von Vilan mochte Serafine aus Gründen nicht, die in der Person von Serafines Vater lagen. Die beiden großen schweizerischen Schokoladenfirmen streiten sich um das Rezept einer Neuerfindung, die pinke Schokolade, der Anmeldung des Patents. Viele Personen von Cacao Best verhalten sich sehr reserviert, besonders der Geschäftsführer scheint etwas zu verheimlichen. Doch als dann noch ein Unglück geschieht, gerät Serafine selbst in Verdacht. In diesem Buch werden sehr viele Themen angeschnitten und auch behandelt: Firmenspionage, Urheberrechte, Sklaverei, die koloniale Vergangenheit, Rassendiskriminierung, dunkle, familiäre Geheimnisse und nicht zuletzt Mord. Diese Geschehnisse ziehen sich durch das ganze Buch und machen es dadurch sehr interessant und ungemein spannend. Man merkt, dass hier sehr umfangreich über die Schokolade und deren Entstehung recherchiert wurde, man bekommt dadurch sehr viel Wissen geliefert. Ich konnte dadurch nur profitieren. Man sieht auch, dass die Autorin selbst Juristin ist, denn hier wird wirklich im Fachjargon gearbeitet. Dina Casparis hat wieder ein wirklich großartiges Werk herausgebracht, nach der Mode hat sie sich diesmal der Schokolade zugewandt. Das Cover ist auch sehr gekonnt ausgewählt. Am oberen Rand ist der Teil einer Schokolade abgebildet, sieht zum Reinbeißen echt aus, am unteren Rand sieht man die Schweizer Berge. Ein Lesegenuß pur.