BUCHREZENSION KEIN PLOT SPOILERN, ABER ERWÄHNUNG VON INHALTLICHEN THEMEN
Nr. 86 aus 2026 | 3,75
Genre und Tropes:
MM Romance, Hockey Romance, Hockey Player x Firefighter, Opposites Attract, Queer Romance, Found Family, First Times, Emotional Growth, Workplace Hero
Hauptcharaktere:
Aleks und Gabe
Format, Quelle, Sprache, Stil:
E-Book, NetGalley, Deutsch, Dual POV
Zur Story:
Nach seiner Scheidung versucht Aleks langsam wieder ins Datingleben zurückzufinden. Wirklich erfolgreich läuft das allerdings nicht. Statt echter Dates trifft er sich eher zu lockeren Fake-Dates mit Supermodels, bei denen von Anfang an klar ist, dass daraus nichts Ernstes werden soll.
Als er eines Abends mit seiner queeren Kollektiv-Clique ausgelassen feiert und die Feuerwehr ausrücken muss, begegnet er dem attraktiven Feuerwehrmann Gabe. Zwischen den beiden knistert es sofort. Allerdings könnten sie unterschiedlicher kaum sein. Während Hockey Aleks gesamte Welt ist, interessiert sich Gabe überhaupt nicht für den Sport. Außerdem stehen beide an völlig unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben. Trotzdem lässt sich die gegenseitige Anziehung nicht leugnen.
Mein persönliches Fazit:
Endlich ging es mit den Puckboys weiter! Ich habe mich wirklich riesig auf Nachschub von Eden Finley und Saxon James gefreut, weil ich diese Reihe einfach unglaublich gerne lese.
Insgesamt hat mir das Buch auch wieder gut gefallen, auch wenn es für mich nicht ganz an meine bisherigen Favoriten der Reihe herankommt. Deshalb würde ich hier so bei 3,75 bis 4 Sternen landen.
Der Schreibstil war wieder super flüssig. Ich bin wirklich schnell durch die Geschichte gekommen und auch die Kapitellängen haben mir wieder gut gefallen.
Ein kleiner Kritikpunkt war für mich allerdings tatsächlich die deutsche Übersetzung. An manchen Stellen wirkten einige Formulierungen einfach etwas seltsam. Besonders die Übersetzung von zing mit mehr Pepp hat mich komplett aus dem Moment gerissen. Im Englischen beschreibt das Wort für mich eher dieses Knistern oder den Funken zwischen zwei Menschen. Mit mehr Pepp konnte ich dagegen leider überhaupt nichts anfangen und irgendwie hat das genau diese besonderen Momente eher kaputt gemacht.
Was mich außerdem etwas gestört hat, war die teils fehlende Kommunikation über Gefühle zwischen den beiden. Es ist jetzt nicht der klassische Miscommunication-Trope, aber trotzdem hatte ich häufiger das Gefühl, dass Aleks und Gabe einfach gewisse Dinge nicht aussprechen. Manchmal hätte das vieles deutlich einfacher gemacht.
Die beiden Hauptcharaktere mochte ich trotzdem wirklich gerne. Aleks sogar noch ein kleines bisschen mehr als Gabe. Er war mir von Anfang an unglaublich sympathisch und ich habe ihn richtig ins Herz geschlossen. Gabe mochte ich grundsätzlich auch, allerdings wirkte er auf mich zwischendurch manchmal etwas zu überheblich oder frech.
Der Spice war ebenfalls wieder schön eingebaut und hat gut zur Geschichte gepasst. Besonders gefallen hat mir, dass hier die Dynamik zwischen Top und Bottom nicht so klassisch dargestellt wurde und die Rollen auch wechseln. Außerdem fand ich es schön mitzuerleben, wie Aleks mit Gabe seine ersten Male erlebt. Das hat sich sehr natürlich in die Beziehung eingefügt.
Was ich an der gesamten Puckboys-Reihe sowieso liebe, ist das queere Kollektiv rund um die Jungs. Natürlich trifft man wieder viele bekannte Gesichter, gleichzeitig werden aber auch neue Charaktere eingeführt, die bestimmt in den nächsten Büchern ihre eigene Geschichte bekommen werden. Genau das macht für mich den Charme dieser Reihe aus.
Alles in allem war Foolish Puckboy für mich wieder ein schöner Band der Reihe. Zwar nicht mein absoluter Favorit, aber definitiv eine gelungene Fortsetzung. Und ganz ehrlich Aleks, Hund Tripp und die Beziehung der beiden haben mein Herz schon ziemlich erobert.