Francisco de Osuna (1492 1541) gilt neben Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz als der dritte große spanische Mystiker des 16. Jahrhunderts. Dem andalusischen Franziskanermönch kommt das Verdienst zu, die Mediationsweise der Inneren Sammlung als erster strukturiert und verständlich dargestellt zu haben. Dabei schöpft e er aus dem großen Fundus geistlicher Erfahrung seines Ordens. Jenseits aller literarischen Bedeutung wollte Francisco de Osuna eine ganz besondere Botschaft vermitteln: Gott ist ganz nahe bei uns. Er liebt uns und wartet auf unsere Gegenliebe. Wir können mit ihm in Kontakt treten. Über das Dritte Geistliche Abecedarium , das zu den meistgelesenen Büchern des 16. Jahrhunderts wurde, hatte er großen Einfluss auf die Menschen seiner Zeit und weit darüber hinaus. Mit diesem Band erscheint Teil 2 in der ersten (vollständigen) Übersetzung ins Deutsche, übersetzt und eingeleitet von Heinrich P. Brubach