Erinnert an Jesus
Ich habe zwar gehört, es soll Kafkas Jahrhundert Werk sein. Ich für meine Geschmack muss allerdings sagen, dass ich es etwas zäh fand. Die Idee an sich finde ich zwar sehr gut, dass ein Mensch ohne Grund angeklagt wird und am Ende sogar sein Leben lassen muss und er eigentlich nie erfährt, was er denn verbrochen haben soll. Wir sehen hier eine Trieb gesteuerte Gesellschaft, wie wir sie auch in der heutigen Zeit noch erleben. Den meisten Menschen ist es schon völlig egal, wer gut und böse ist. Hauptsache Ihnen wird ein Opfer gegeben, auf dass sie sich stürzen können, sowie im alten Rom. Auch wenn der Protagonist hier vermeintlich erst mal sein Leben weiter leben kann, bevor er nun vor den Stadtgrenzen zur Schlachtmauer geführt wird. Es ist doch ein Martyrium sich für etwas rechtfertigen zu müssen, für was man nichts kann. Dieses Buch darf man gerne gelesen haben meiner Meinung nach, wenn dem aber nicht so ist, kann man das auch verkraften.