Auf der Jagd nach einer neuen Story trifft der Vatikanreporter Marc Heller auf eine geheimnisvolle Archivarin, Laura de Fabbris. Diese stellt ihm ein Rätsel, ob er denn für ein Geheimnis bereit sei. PPPPP diese Reihenfolge gilt es zu lösen. Das Geheimnis ist schwierig und als er auf eine Idee stößt, dass es sich um die Geschichte einer Päpstin im Mittelalter handelt, trifft er mit Laura auf eine Doktorandin, Annunziata Pellegrini, die über eine Päpstin geschrieben hat. Auf der Suche nach Beweisen, besucht er viele Kirchen in Rom, wo es Hinweise darauf gibt. Doch schon hier mehren sich die Zeichen auf dunkle Hintergründe. Als er auf eine Action Künstlerin trifft, die Annunziata sehr ähnlich sieht, wird die Gefahr immer größer. Ignis Ardens ein mysteriöser Orden ist hinter ihnen her.
Das Geheimnis der Päpstin von Franz Leo Graser ist ein Thriller, der im Vatikan beheimatet ist und ein sehr explosives Thema anspricht. Der Hinweis, dass es in der Kirche eine Päpstin gegeben haben könnte, verdichtet sich. Der Hauptcharakter ist ein Reporter namens Marc Heller, der hinter dem Geheimnis hinterherjagt. Unterstütz wird er von einer vatikanischen Archivarin, Laura, die ihn unterstützt mit verschiedenen Hinweisen und eine weiteren zentralen Figur, Annunziata oder Tiziane, die dieses Thema vertieft und einen obskuren Orden auf den Plan ruft, der verhindern will, dass das Geheimnis gelüftet wird. So weit, so gut die Story ist gut angelegt, verzettelt sich meiner Meinung nach aber im Detail. So ist der Reporter unterwegs in einer Menge von Kirchen in Rom und es stellte sich mir immer die Frage nach dem Grund. Es geht darum kleinteilig die Fragen nach dem Geheimnis zu lösen und so lässt der Spannungsaufbau auf sich warten. Erst mit einer Entführung nimmt die Story ein wenig Fahrt auf. Doch auch im Weiteren werden die einzelnen Spannungslinien nicht gut genug verfolgt. Das Ergebnis am Ende ist schon überraschen und ich möchte auch nicht behaupten, die Spannung fehlt komplett, aber es ist langatmig. An der Sprache des Autors liegt es nicht, denn die ist sehr bildhaft, um sich in das Thema hineinzuversetzen.
Wenn ich meine Motivation zugrunde lege, warum ich diesen Roman gelesen habe, also von der vollmundigen Ankündigung eines Actionthrillers, bin ich am Ende etwas enttäuscht. Das Thema hätte sicherlich mehr geboten und ist mit den zitierten Autoren nur schwach zu vergleichen, meiner Meinung nach.