Gut Greifenau - Abendglanz

Roman. 6. Auflage.
Taschenbuch
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Downton Abbey in Hinterpommern von 1913 bis 1919 - Der erste Teil der großen Familien-Saga über eine Grafen-Familie zwischen Tradition und wahrer Liebe am Vorabend des 1. Weltkriegs



Mai 1913: Konstantin, ältester Grafensohn und Erbe von Gut Greifenau, … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Gut Greifenau - Abendglanz
Autor/en: Hanna Caspian

ISBN: 3426521504
EAN: 9783426521502
Roman.
6. Auflage.
Knaur Taschenbuch

2. November 2018 - kartoniert - 560 Seiten

Beschreibung

Downton Abbey in Hinterpommern von 1913 bis 1919 - Der erste Teil der großen Familien-Saga über eine Grafen-Familie zwischen Tradition und wahrer Liebe am Vorabend des 1. Weltkriegs



Mai 1913: Konstantin, ältester Grafensohn und Erbe von Gut Greifenau, wagt das Unerhörte: Er verliebt sich in eine Bürgerliche, schlimmer noch - in die Dorflehrerin Rebecca Kurscheidt, eine überzeugte Sozialdemokratin. Die beiden trennen Welten: nicht nur der Standesunterschied, sondern auch die Weltanschauung. Für Katharina dagegen, die jüngste Tochter, plant die Grafenmutter eine Traumhochzeit mit einem Neffen des deutschen Kaisers - obwohl bald klar ist, welch ein Scheusal sich hinter der aristokratischen Fassade verbirgt. Aber auch ihr Herz ist anderweitig vergeben.



Beide Grafenkinder spielen ein Versteckspiel mit ihren Eltern und der Gesellschaft. So gut sie ihre heimlichen Liebschaften auch verbergen, steuern doch beide unweigerlich auf eine Katastrophe zu ...



Die Gut-Greifenau-Reihe im Überblick:

Band 1 "Gut Greifenau. Abendglanz"

Band 2 "Gut Greifenau. Nachtfeuer"

Band 3 "Gut Greifenau. Morgenröte"

Portrait

Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Hanna Caspian beleuchtet mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte.
Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Politikwissenschaft und Sprachen in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.



Leseprobe

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Pressestimmen

"herrlicher Schmöker" Die-Rezensentin (Blog) 20181126

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vor
Empfehlungen Ihres Buchhändlers
Claudia S.
von Claudia S. - Hugendubel Buchhandlung Lübeck Königstraße - 31.07.2019
Die Gut-Greifenau-Trilogie ist keine Geschichte über den 1. Weltkrieg. Es ist vielmehr die Geschichte einer typischen Landgrafenfamilie, deren Schicksal zum Spielball der Mächtigen wird. Es ist die Geschichte über Menschen, die in der Zeit des 1. Weltkrieges versuchen, ihr gewohntes Leben aufrechtzuerhalten.
Bewertungen unserer Kunden
Ein gelungener Auftakt der Gut Greifenau- Saga!
von Leser44 - 08.02.2021
¿Abendglanz" ist der erste Band der Gut Greifenau Saga von Hanna Caspian. Zuallererst möchte ich darauf hinweisen, dass das Ende sehr offen ist und man daher auf jeden Fall die nächsten Bände lesen muss. Aber das ist auch gar nicht schlimm, denn wenn man erst in die Welt von Gut Greifenau eingetaucht ist, möchte man unbedingt erfahren, wie es mit den bewegenden Schicksalen der Figuren weitergeht. Es gibt zahlreiche Figuren und am Anfang war ich sehr erleichtert, dass es ein Personenverzeichnis gibt, um den Überblick nicht zu verlieren. Nach ein paar Kapiteln waren mir dann endlich die Charaktere vertraut und ich konnte mir sogar jeden einzelnen im Kopf vorstellen. Das spannende ist, dass jede Figur ein kleines oder großes Geheimnis verbirgt! Die Charaktere werden nicht nur sehr bildhaft, sondern auch sehr authentisch dargestellt. Es war spannend zu erfahren, wie unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen womöglich damals gedacht haben. Also auch geschichtlich ist der Roman sehr interessant! Die verschiedenen Figuren habe allesamt Ecken und Kanten, niemand ist perfekt und gerade deshalb erscheint die Geschichte realistisch. Es gibt natürlich auch einige ¿Bösewichte", doch auch deren Beweggründe werde erklärt. Was mir in diesem Roman fehlte ist eine starke weibliche Protagonistin mit der man sich als Leserin identifizieren kann. Ich hatte vom Klappentext her erwartet, dass Katharina diese Rolle übernehmen würde, doch dafür war sie mir mit 12 Jahren einfach noch zu jung. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, flüssig und detailliert. Man kann sich die Handlung sehr gut im Kopf vorstellen. Besonders hilfreich dafür war auch die Karte von Gut Greifenau und dem Dorf. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven beschrieben, daher bleibt es immer abwechslungsreich. Das Ende ist sehr offen gehalten. Man muss auf jeden Fall die anderen Bände lesen. Für diejenigen, die keine ganzen Reihen lesen, ist Gut Greifenau nicht zu empfehlen. Da es sehr viele Charaktere gibt und dadurch auch viele berührende Schicksale und spannende Geheimnisse, gibt es genug Potential für viele weitere Bände. Fazit: Ein toller Auftakt! Band 2 ist ein Muss! Viele bewegende Schicksale und verborgene Geheimnisse! Toll geschrieben und geschichtlich interessant!
Spannender Lesegenuss
von Lerchie - 20.01.2021
Im Mai 1913 wagt Konstantin, der Erbe von Gut Greifenau sich in eine Bürgerliche zu verlieben. Und dann ist diese auch noch eine überzeugte Sozialdemokratin. Welten liegen zwischen den beiden, es ist nicht nur der Standesunterschied, nein auch die Weltanschauung. Katharina soll auf Befehl ihrer Mutter den Neffen des deutschen Kaisers heiraten. Ihr wird klar, welches Scheusal sich hinter dessen Fassade verbirgt zumal auch ihr Herz anderweitig vergeben ist. Die beiden Grafenkinder versuchen, ihre Liebschaften zu verheimlichen und steuern doch auf eine Katastrophe zu. Meine Meinung Hanna Caspian hat einen angenehm unkomplizierten Schreibstil wodurch sich das Buch leicht und flüssig lesen ließ. Es gab keine Unklarheiten im Text. Auch war ich schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Es gibt in dieser Geschichte sympathische Personen - aber auch unsympathische. Zu den sympathischen gehören Konstantin und Katharina, die beiden heimlich verliebten. Katharina tat mir furchtbar leid, ihre Mutter war mir regelrecht unsympathisch. Aber warum und was alles so passiert in diesem Buch, das soll der geneigte Leser bitte selbst lesen. Es ist spannend vom Anfang bis zum Ende - und darüber hinaus, denn es ist ja schließlich eine Trilogie, der inzwischen noch ein Band folgte. Das Buch hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Ich hatte so richtig das Gefühl, dabei zu sein. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. Hier die Bücher in der Reihenfolge: 1. Abendglanz, 2 Nachtfeuer, 3. Morgenröte. Der vierte Teil heißt Goldsturm. Von mir für dieses Buch eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.
Ein großartiger Schmöker...
von Thomas Jessen - 16.01.2019
1913 - Das Jahr bevor der große Krieg, also der erste Weltkrieg begann. Das Buch erzählt von der Familie von Auwitz-Aarhayn den Gutsbesitzern des Landgutes Greifenau. Die Geschichte beginnt mit dem Unfall des alten Grafen Donatus von Auwitz-Aarhayn. Hier jedoch möchte ich nicht weiter ausholen um dem Leser die Spannung nicht zu nehmen. Der Autorin gelingt es die Atmosphäre der Vorkriegszeit gut einzufangen. Man sollte jedoch kein Buch erwarten in dem der Krieg im Vordergrund steht, sondern eher eine Familiengeschichte in der Zeit um den ersten Weltkrieg. Die Figuren sind sehr gut beschrieben und man kann sich gut in sie hineinversetzen, egal ob adlige oder bürgerliche. Zusammen mit der wirklich sehr schönen Beschreibung der Schauplätze bekommt man als Leser so einen guten Einblick in die damaligen Lebensverhältnisse. Hanna Caspian gelingt es, dank ihrer sehr schönen Schreibweise, den Leser neugierig zu halten. Damit meine ich, sie fesselt ihre Leser fast so wie bei einem Krimi, wo jedes Kapitel so endet, dass man das Buch nicht aus den Händen legen möchte. Und das möchte man wahrlich nicht, weil es eine Familiengeschichte wo man zu jeder Zeit wissen will wie es weiter geht, nicht morgen sondern jetzt gleich. Man spürt recht stark die Standesunterschiede, die wohl zur damaligen Zeit noch sehr stark ausgeprägt waren. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich. Für mein Gefühl war es schade, dass unter den bürgerlichen nicht wirklich eine starke Persönlichkeit zu finden war. Doch dies kann sich ja im zweiten Band noch ändern. Ich meine, es ist die Zeit vor dem ersten Weltkrieg, und die bürgerlichen waren da noch recht obrigkeitshörig. Dies änderte sich im Lauf der Jahre bis zum Ende des Krieges, da bin ich gespannt wie das umgesetzt wird. Insgesamt war dies wieder eine Meisterleistung von Hanny Caspian und so komme ich auf 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!
ein wundervoller Auftakt der Trilogie
von Sabine Wessel - 31.12.2018
Downton Abbey in Hinterpommern von 1913 bis 1919 - ich muss ehrlich sagen ich habe es sehr genossen und freue mich auf mehr davon. "Gut Greifenau - Abendglanz" ist der erste Teil der Trilogie und beginnt im Jahre 1913 mitten in Hinterpommern. Die Geschichte hat mich von Anfang an in Ihren Bann gezogen und die Spannung hielt für mich bis zum Ende, da sich vieles ja auch erst in den weiteren Buchteilen auflösen wird. Das macht die Spannung dann nochmal besonders. Man taucht ein in die Geschichte der Gutsbesitzerfamilie von Auwitz-Aarhayn. Aber auch an dem Leben der Dorfbewohner und deren Geschichte hat man als Leser teil. Die Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet. Konstantin, Katharina und auch Rebecca mag ich hier ganz besonders und bin gespannt, was das Schicksal für sie bereithalten wird. Bei dem Vater, Adolphis von Auwitz-Aarhayn, da würde ich mir wünschen, dass er sich mehr um seine Familie und deren Probleme kümmert. Was seine Familie betrifft, da ist er jedoch ganz außen vor. Seine Frau Feodora geht einem schon sehr auf die Nerven und man würde sie am liebsten schütteln, aber was wäre ein Downtown Abbey ohne Thomas Barrow - genauso kommt mir Feodora hier in dem Roman teils etwas vor. Man mag sie nicht, aber sie braucht ihre Rolle unbedingt, um der Geschichte mit Spannung zu verleihen und somit hat sie ihre volle Daseinsberechtigung. Konstantin ist immer für eine Überraschung gut und hat einen sehr vielschichtigen Charakter ich bin gespannt, wie es mit ihm weiter geht. Man erfährt neben der Handlung auch die Sorgen und Nöte, die die Menschen zu der damaligen Zeit beschäftigten, es war keine einfache Zeit, im Dienste eines Gutsherrn zu stehen und auf diesen angewiesen zu sein. Viele leben und arbeiten unter großem Druck und auch Angst, bei einem Fehler die Arbeit zu verlieren und dann mittellos da zu stehen. Auch die Kinder der Gutsherrenfamilie haben Angst, wie sie dastehen, wenn sie öffentlich zu ihren Entscheidungen in Bezug auf die Liebe stehen und leben jeder für sich in Heimlichkeit und führen aus dieser Angst heraus teils ein Doppelleben. Auch Katharina, die mit einem der von Preußens verheiratet werden soll, versucht sich mit allen Mitteln gegen den Zwang ihrer Mutter zu wehren. Doch wird sie Erfolg haben? Da bin ich wirklich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Das Geschichte hat für mich alles, was für mich einen rundum guten Roman vereint: eine historische Liebesgeschichte, spannend und zugleich dramatisch inmitten der Zeit des herankommenden 1. Weltkrieges aber auch mit einer passenden Portion Humor. Ich bin mir sicher, wer Downton Abbey so liebt wie ich, wird sich hier in der Geschichte voller Intrigen, Machenschaften und Geheimnissen pudelwohl fühlen und genauso wie ich den anderen beiden Teilen der Trilogie entgegensehnen.
Gelungener Auftakt
von Lesemone - 15.12.2018
Der erste Band der Gut Greifenau-Trilogie fängt im Jahr 1913 an. Sehr anschaulich beschreibt die Autorin das Leben der damaligen Gutsbesitzer, aber auch wie das Gesinde und die Pächter lebten, wird nicht vergessen. Überhaupt hat es mir sehr gut gefallen, dass sich das Buch nicht nur um die reichen Gutsbesitzer dreht, sondern dass auch die Sorgen und Nöte der Bediensteten thematisiert werden. Oftmals chancenlos mussten die Menschen bis zum Lebensende ackern und schuften und konnten sich überhaupt nichts leisten. Dazu noch der Druck untereinander, wer mehr verdient als der andere und immer die Angst im Nacken einen Fehler zu machen und rausgeworfen zu werden. Im Vordergrund stehen allerdings Konstantin und Katharina. Beide will Mutter Feodora, am besten mit viel Gewinn, verheiraten. Doch das lassen sich die Kinder nicht gefallen und suchen sich ihre eigenen Liaisonen. Auf mich wirkte allerdings Katharina sehr viel älter, da sie von ihren Äußerungen und Handlungen ziemlich reif agierte und sich dann ja schon sehr früh Gedanken über einen Ehepartner gemacht hat. Zwischen humorvollen Szenen wird es aber auch ganz schön dramatisch. Außerdem kommt durch das Geheimnis, welches Kutscher Albert aufdecken möchte, eine gute Portion Spannung ins Buch. Man kann sagen, das Buch vereint eine unterhaltsame, spannende, witzige und auch dramatische Familiengeschichte, die sich vor der Kulisse des 1. Weltkrieges abspielt. Mich haben schon ihre Südsee-Romane unter anderem Autorennamen sehr gefesselt gehabt und leider habe ich jetzt erst gemerkt, wer hinter dem Pseudonym Hanna Caspian steckt. Sonst hätte ich mich schon eher für das Gut Greifenau interessiert. Dafür kommt jetzt schon bald der 2. Band heraus und ich muss nicht mehr lange mit dem weiterlesen warten.
Teil 1 einer Upstairs-Downstairs Trilogie
von Katjuschka - 11.12.2018
Gut Greifenau - Abendglanz ist der erste Teil einer Trilogie im Stile der TV-Serie Downton Abbey. Schauplatz ist hier Hinterpomnern im Jahr 1913. Im Mittelpunkt steht die Familie von Auwitz-Aarhayn und das auf dem Gutshof lebende Gesinde. Der Schreibstil und das Erzähltempo sind detailliert und eher ruhig, einer Trilogie angepasst. Die Beschreibungen von Personen und Handlungen zeugen von einer sehr intensiven Recherche und scheinen mir dadurch historisch perfekt gelungen. Die Ereignisse und Umstände der Zeit sind sehr gut in die Geschichte eingebunden, ohne zu sehr im Fokus zu stehen. Nach und nach lernt man die Personen kennen und mir hat dabei der Wechsel upstairs-downstairs besonders gut gefallen - bekommt man so den unterschiedlichen Alltag zwischen der Grafenfamilie und dem einfachen Volk hautnah mit! Es gibt verschiedene, wichtige Protagonisten und dadurch unterschiedliche Handlungsstränge. Aber dies ist zu keiner Zeit verwirrend oder zu viel an Geschichten in der Geschichte. Das Ende des Buches lässt ein paar Fragen offen im Raum stehen und macht Lust auf Teil 2!
Spannende Familiensaga
von tkmla - 04.12.2018
Gut Greifenau - Abendglanz ist der erste Teil der Trilogie um die Grafenfamilie zu Auwitz-Aarhayn. Das herrschaftliche Landgut der Familie ist größtenteils Schauplatz der Geschichte. Es ist 1913 und die Vorboten des 1. Weltkriegs sind bereits am Horizont zu erkennen. Als der Patron des Hauses bei einem Unfall stirbt, wird sein Sohn Adolphis neuer Gutsherr. Nichts könnte ihn weniger interessieren. Neuerungen oder Modernisierungen, wie sein Sohn Konstantin vorschlägt, sind ihm völlig egal. Seine Frau Feodora versucht indes, die jüngste Tochter Katharina am gewinnbringendsten zu verheiraten. Katharinas Wünsche oder ihr Wohlergehen sind dabei das Letzte, woran Feodora denkt. Nicht nur die adlige Klasse spielt im Buch eine große Rolle, sondern auch die anderen Gesellschaftsschichten. Besonders auf die Bediensteten des Gutshauses wird großes Augenmerk gelegt. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und in ihren Eigenheiten für mich authentisch dargestellt. Alle Klassen haben ihre vorbestimmten Lebensperspektiven, außerhalb derer sie keinerlei Perspektiven haben. Im Laufe der Geschichte beginnen große politische Veränderungen, die zu ersten Rissen in den Gesellschaftsschichten führen. Der Vergleich mit Downton Abbey ist durchaus gerechtfertigt. Bereits nach den ersten Zeilen fühlt man sich als stiller Beobachter im herrschaftlichen Anwesen. Die Schicksale und die Geschichten der Figuren sind sehr bewegend und spannend. Ich kann es kaum erwarten, wie es im zweiten Teil weitergeht. Von mir gibt es für diese interessante Familiensaga eine klare Leseempfehlung!
Gelungener Auftakt
von Xanaka - 27.11.2018
Es ist die Familiengeschichte derer von Auwitz-Aarhayn. Sie beginnt in Greifenau im Mai 1913. Das Leben in Greifenau irgendwo in Pommern ist zu dieser Zeit für die gräfliche Familie fast angenehm und leicht, währenddessen ihre Angestellten vom frühen Morgen an zu tun haben, um das Gut am Laufen zu haben und das Leben der gräflichen Familie so angenehm wie möglich zu gestalten. Und doch haben auch diese mehr oder weniger mit Problemen der damaligen Zeit zu kämpfen. Als der alte Patron stirbt und sein Sohn Adolphis der neue Gutsherr wird, ist Konstantin dem Enkel klar, dass jetzt vielleicht die Zeit für Neuerungen gekommen sein könnte. Nicht umsonst hat er Landwirtschaft studiert. Er möchte nun endlich Maschinen kaufen und diese zum Einsatz bringen. Davon würden auch die Pächter profitieren. Auch Feodora, die Gräfin, kämpft mit den Alltagsproblemen einer Adligen zur damaligen Zeit. Sie möchte ihre Tochter Katharina, die gerade mal 12 Jahre alt ist, unbedingt gewinnbringend unter die Haube bringen. Eine Heirat mit einem Neureichen kommt gar nicht in Frage. Da kommt die Einladung von Ludwig von Preußen - einem Neffen von Kaiser Wilhelm gerade richtig. Er hat ein Auge auf Katharina geworfen und wäre doch nur wirklich standesgemäß. Hanna Caspian zeigt hier in ihrem Buch sehr anschaulich, wie sich das Leben auf einem gräflichen Gutshof zur damaligen Zeit abspielte. Ich habe ja bereits schon etliche dieser Familiengeschichten gelesen und bin jedesmal fasziniert, über diese andere Lebensweise damals. So viele Traditionen und Regeln an die man sich halten musste. Die Autorin nimmt sich aber auch die Zeit und zeigt uns das Leben der einfachen Leute und deren Probleme. Und es gibt da diese kleinen Geheimnisse, die sich zum Teil nach und nach offenbaren. Noch ist nicht alles gelöst, dafür gibt es noch zwei weitere Bücher über die Familie in denen wir, so denke, alles erfahren werden. Kurzum, ich war begeistert und kann das Buch unbedingt empfehlen. Von mir gibt es verdiente fünf Lesesterne.
Ein spannender Auftakt einer Familien-Saga
von kessi67 - 27.11.2018
Downton Abbey in Hinterpommern von 1913 bis 1919 , genau das trifft auf Gut Greifenau- Abendglanz zu. Mit dem ersten Band der Gut Greifenau- Reihe, beginnt die Familiensaga von der Familie von Auwitz-Aarhayn und deren Angestellten, sowie allen Schichten der damaligen Zeit. Der Patriarch des Gutes ist verstorben und Adolfphis muss die Nachfolge antreten. Doch zeigte er noch nie großes Interesse daran wie ein Gut bewirtschaftet wird. Eher interessieren ihn und seine Frau die schönen Dinge des Lebens, Hauptsache es ist immer genug Vermögen vorhanden. Adolfphis sein ältester Sohn Konstantin, ist da ganz anders. Er würde gerne alles in die Hand nehmen und dem Fortschritt folgen der zu dieser Zeit seinen Aufschwung erlebt. Doch er kämpft mit seinem Vorhaben gegen Windmühlen, ist man bis dato doch mit dem Altbewährten gut gefahren. Als Konstantin sich in die neue Dorflehrerin Rebecca verliebt, kommt ein großes Problem hinzu. Rebecca ist nicht von Adel und somit ist so eine Beziehung in dieser Epoche undenkbar. Immer mehr muss er sich mit dem Standesdünkel auseinander setzen, denn im wäre es egal welchen Stand seine Frau des Herzens hat. Doch das sehen seine Eltern anders. Dies bekommt auch das Nesthäkchen Katharina mit ihren zarten zwölf Jahren zu spüren. Ihre Mutter hat großes mit ihr vor, sie will Katharina in den hohen Stand verheiraten. Nur hat sie nicht mit dem eigenen Willen und Wünschen ihrer Tochter gerechnet. Der sechsenjährige Sohn Alexander, hat ebensowenig die nicht die Chance sein Leben, welches er sich wünschen würde, zu leben. Zwei weitere Kinder sind schon unter Dach und Fach. Nikolaus strebt eine Militär- Karriere an und kann es nicht erwarten in den ersten Weltkrieg zu ziehen. Und Anastasia ist reich verheiratet worden, aber zumindest glücklich. Wie es im Adel üblich gewesen war, war den Kindern dieser Familien das Leben vorbestimmt. Kein Wunder, dass es immer mehr zu Reibereien zwischen den Eltern und Kinder kommt. Während die feine Herrschaft es sich gut gehen lässt und im Reichtum schwimmt, müssen die Angestellten des Gutshauses mit Ungerechtigkeiten zurecht kommen. Sie leisten zwölfstunden Tage, werden dafür gering entlohnt und bekommen nur einen Nachmittag in der Woche frei. Dann gibt es noch einen geheimnisvollen Mann, der eine Stelle als Kutscher angenommen hat. Einer der Protagonisten, der mir sehr sympathisch gewesen ist. Er hat ein großes Geheimnis, er ist in einem Heim aufgewachsen, ohne je erfahren zu haben, wer seine Eltern sind. Er wird alles geben um dem Geheimnis seiner Herkunft auf die Spur zu kommen. Diese Ungerechtigkeit schreit zum Himmel. In Europa fängt es an zu brodeln, so kann es nicht weitergehen und die Ungerechtigkeit muss ein Ende haben. Doch dann bricht der erste Weltkrieg aus. Viele waren damals der Überzeugung, dass der Krieg in ein paar Wochen gewonnen wäre und alles dann weiter seinen gewohnten Gang geht. Doch wie führt man ein Gutshof wenn die Männer in den Krieg gerufen werden. Wer soll alles aufrecht halten. Ich glaube die Familie von Auwitz-Aarhayn könnte noch tief fallen und wird es in der Zukunft schwer haben. Meine Meinung: Der Autorin Hanna Caspian ist mit Gut Greifenau-Abendglanz ein furioser Start der Familien- Saga gelungen. Auch wenn die Protagonisten fiktiv sind, so ist der Roman mit fundierten historischen Hintergründen gespickt, welche sehr interessant mit in das Geschehen eingreift. Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen, denn ich fühlte mich in die damalige Zeit versetzt. Sie war spannend und interessant. Gleichzeitig konnte man den bevorstehenden Umbruch förmlich spüren. Die Unzufriedenheit der Angestellten und die daraus resultierenden Gemeinheiten untereinander, blieben natürlich auch nicht aus. Das hat die Autorin ebenfalls, wie das Familienleben, sehr real übermittelt. Der Spannungsbogen wird stetig bis zum Ende aufgebaut, so daß ich ganz erschrocken war, als ich dann am Ende angekommen bin. Zum Glück dauert es nicht lange bis der zweite Teil der Saga erscheint. Somit muss man nicht lange warten und das gelesene ist einem noch gut im Gedächtnis. Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt und freue mich , wenn ich noch mehr über den Werdegang der Familie und aller Beteiligten erfahren kann. Für Fans historischer Romane über die Zeit des Adels kurz vor dem ersten Weltkrieg, ist dieses Buch eine Empfehlung wert.
Eine facettenreiche und mitreißende Familiensaga
von Nick Coll - 26.11.2018
Das ist also der Schmöker von Hanna Caspian, eine Familiensaga schlechthin. Das Thema dieses ersten 555-seitigen Bandes Gut Greifenau - Abendglanz sind die Erlebnisse fiktiver Personen aus Hinterpommern (jetzt Polen) in der realen Geschichte zwischen 1913 und 1914. Verschiedene Handlungsstränge und Geschichten, sowie jede Menge Geheimnisse werden schließlich geschickt zu einem Plot mit authentischen Milieuschilderungen und interessantem Lokalkolorit verwoben. Obwohl der Anfang des Romans vielleicht dem einen oder anderen schwer fällt (aufgrund der vielen involvierten Personen, die bei den tragischen Ereignissen auf dem Gut auf natürliche Weise sofort auftreten müssen), geht es weiter mit dem Lesen wie geschmiert, dass man das Buch ungern beiseitelegt. Der Roman wird nie langatmig erzählt, immer passiert etwas, was Auswirkungen auf bestimmte Personen oder Geschehnisse hat, ob in Berlin, Sankt-Petersburg oder auf dem Gut. Ein Personenregister, unzählige Karten und die von der Autorin selbst gefertigten Skizzen des Anwesens helfen gleich mit, ein gutes Bild zu bekommen, in welchem Umfeld sich die Geschichte abspielt. Die historischen Hintergründe Hinterpommerns sind gut wiedergegeben, die Familie Auwitz-Aarhayn zu Greifenau ist hervorragend darin eingebettet. Sowohl die Herrschaften, als auch die Dienerschaft sind wunderbar gestaltet, mit ihren Stärken und ihren Schwächen, ihren Ecken und Kanten, manchmal echten Macken. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und in die Szenen gesetzt. Sie wirken lebendig und authentisch für die damalige Zeit. Besonders sympathisch empfand ich Konstantin, der progressiv und zukunftsorientiert denkt und handelt (im Gegensatz zu seinem Vater). Die Handlungsstränge greifen ineinander, beim Lesen war mir nie langweilig. Und noch ein paar Worte zum Cover. Es hat eine wunderbare Gestaltung: rot glänzende Buchstaben, das Bild passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Das animiert sofort zum Zugreifen und zum Lesen. Ich bin sehr froh, dass ich mich nach dem Beenden des Buches von den Figuren nicht für lange verabschieden muss, sondern dass es mit dem zweiten Band (erscheint am 22.12.2018) weitergehen wird! Stürmische Zeiten stehen der Gutsfamilie bevor!!! An dieser Stelle kann ich nur die vollen 5 Punkte vergeben und das Buch wärmstens empfehlen.
von dorli - 21.11.2018
In ihrer Familiensaga "Gut Greifenau - Abendglanz" nimmt Hanna Caspian den Leser mit auf eine Reise in die 1910er Jahre nach Hinterpommern und erzählt die Geschichte der fiktiven Grafenfamilie von Auwitz-Aarhayn. Dieser erste Band der Greifenau-Trilogie spielt in den Monaten vor dem Ersten Weltkrieg und macht den Leser mit den zahlreichen Bewohnern des Gutshofes sowie deren Ansichten und Beziehungen zueinander bekannt. Hanna Caspian zeichnet ein authentisches Bild der damaligen Zeit - neben den alltäglichen Abläufen auf dem Gut werden auch die politische Situation in Europa und besonders die damaligen gesellschaftlichen Gepflogenheiten und Zwänge anschaulich geschildert, so dass man sich alles bestens vorstellen kann und von der vorherrschenden Atmosphäre schnell eingefangen wird. Das gesamte Geschehen ist lebhaft und besticht durch einen abwechslungsreichen, vielschichtigen Handlungsaufbau. Häufige Perspektivwechsel machen es möglich, dass man die Vorgänge auf dem Gut aus unterschiedlichen Blickwinkeln beobachten und damit sehr intensiv am Leben von Herrschaft und Bediensteten teilhaben kann. Die vielen großen und kleinen Handlungsfäden wurden von Hanna Caspian sorgsam miteinander verknüpft, so dass ganz leicht ist, die Übersicht über diese beeindruckende Vielfalt zu behalten. Die Akteure werden allesamt interessant und facettenreich dargestellt. Jeder Einzelne hat seine Eigenarten und Macken, agiert lebhaft und wirkt in seinem Tun überzeugend. Obwohl die Grafenkinder Konstantin und Katharina und ihr Ausbruch aus Standesdenken, Traditionen und althergebrachten Abläufen im Mittelpunkt der Handlung stehen, hat auch jede(!) andere Figur eine eigene Geschichte. Selbst kleine Nebenfiguren rücken mit ihren Erlebnissen, Problemen, Sorgen und Geheimniskrämereien immer wieder in den Fokus. Der Alltag auf dem gräflichen Landgut ist gespickt mit unvorhergesehenen Ereignissen, Auseinandersetzungen, Heimlichkeiten und Bosheiten - man kann ganz wunderbar mit den Akteuren mitfiebern, mit ihnen leben, lieben, leiden und streiten und sich herrlich über das Verhalten des einen oder anderen aufregen. "Gut Greifenau - Abendglanz" hat mir sehr gut gefallen. Es hat Spaß gemacht, die Greifenauer kennenzulernen und sie auf dieser ersten Etappe der Trilogie zu begleiten. Ich bin schon gespannt, was das Schicksal für alle Beteiligten bereithält und freue mich auf ihr Miteinander und Gegeneinander in den folgenden Bänden.
Downton Abbey in Hinterpommern
von Vorleser - 19.11.2018
Wir befinden uns auf einem Gut in Pommern kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges. Wir lernen die Gutsfamilie, ihre Pächter und Angestellten, sowie einige andere Personen aus den unterschiedlichsten Kreisen kennen, deren Wege sich früher oder später kreuzen. Die historischen Fakten sind gut recherchiert, und die Charaktere sind sehr gut angelegt. Innerhalb von jedem Kreis gibt es gute, schlechte, und gleichgültige Personen. Keine dieser Personen ist nur gut, oder nur böse, sondern alle sind vielschichtig und deshalb überzeugend. Die drei Kinder der Familie die auf dem Gut leben machen die größten charakterlichen Entwicklungen durch, besonders Konstantin, der älteste Sohn und zukünftige Erbe, und Katharina, seine jüngste Schwester. Beide haben ein Geheimnis, aber natürlich ist das Leben für die unmündige Katharina wesentlich schlimmer als für ihren zehn Jahre älteren Bruder. Die Mutter, Feodora, ist eine vom Ehrgeiz zerfressene, gewalttätige Person, der Vater, Adolphis, ist ein Schlappschwanz. Die beiden Kinder die nicht mehr im Haus leben werden von ihren Geschwistern nicht vermisst. Sie haben denselben Dünkel wie ihre Mutter, was besonders bei Nikolaus sehr ausgeprägt ist. Er wird sicher mal ein glühender Anhänger Hitlers werden -- die Anzeichen und Anschauungen sind schon da. Die Dienstboten sind auch interessant: im Grunde spiegeln sie die schlechtesten Eigenschaften ihrer Herrschaft wider, aber darauf kann man sie nicht reduzieren. Alle haben ihr Päckchen zu tragen, was sie mehr oder weniger würdevoll tun. Die Pächter haben Angst vor Neuerungen, was sicher nicht zuletzt auf ihre fehlende Bildung zurückzuführen ist. Mittlerweile schwelt es im Reich, die Arbeiter werden immer unzufriedener, und die Bürgerlichen mit Geld drängen in die Adelskreise -- zumindest versuchen sie es. Alles steuert auf den 1. Weltkrieg zu. Wir verlassen das Gut und Dorf kurz nach Ausbruch des Krieges -- ohne allerdings zu erfahren, wie es weitergeht. Zwei weitere Bände werden folgen, worauf man gespannt sein darf. Das Downton Abbey in Hinterpommern aus dem Klappentext ist absolut gerechtfertigt. Es gibt Parallelen zu dieser beliebten Fernsehserie, was natürlich in der Natur der Sache liegt, denn die Lebensbedingungen der Adligen und Untergebenen waren sicher überall in Europa recht ähnlich. Es gibt aber auch genügend Unterschiede, zum Beispiel ist der Ton im Haus hier viel schärfer als wir es von Lady Cora oder ihrem Mann Robert gewohnt sind. Es gibt auch die Thomas Barrow und Sarah OBrien Äquivalente, aber keinen Carson. Dieser Roman hat Spaß gemacht. Er ist gut geschrieben und zeigt die Gesamtsituation im Reich sehr schön auf, lebendig gemacht durch die doch sehr verschiedenen Charaktere und ihre äußeren und inneren Konflikte.
Spannende, vielfältige Handlung - wunderbar!
von Avila - 19.11.2018
1913. Als der Gutsherr Donatus des Guts Greifenaus in Hinterpommern stirbt, wird die ganze Familie und deren Dienerschaft durch gerüttelt. Auf einmal muss Adolphis sich um das Gut kümmern, der als Zweitgeborener lange dachte, diese leidige Aufgabe seinem älteren, aber zwischenzeitlich verstorbenen Bruder überlassen zu können. Sein erstgeborener Sohn Konstantin hingegen wittert seine Chance endlich die erhofften Modernisierungen nun durchsetzen zu können. Doch von modern ist das Grafenpaar noch weit entfernt, sowohl Adolphis als auch seine Ehefrau Feodora hängen an den alten Gepflogenheiten, was vor allem auch die Partnerwahl der Kinder betrifft. Für Feodora steht eins fest: Ihre Kinder und deren Hochzeiten sind dazu da, um ihren adeligen Stand zu erhöhen und zu festigen. Doch scheint dies, bis auf ihre bereits verheiratete Tochter Anastasia, sonst keins ihrer Kinder so zu sehen, .... Auch wenn ich inhaltlich jetzt vor allem auf die Problematik der Gutsfamilie, also der Herrschaften, eingegangen bin, spielen auch die Probleme und Geheimnisse der Dienerschaft eine Rolle in diesem Roman. Doch auf alles einzugehen, wäre zu ausufernd geworden, wo ich doch eh schon für meine Verhältnisse viel über den Inhalt gesprochen habe. Doch das ganze Buch ist so gut verstrickt und es gibt so viele verschiedene Konflikte, dass es kaum möglich ist, sich kürzer zu fassen. Und gerade das macht das Buch so wundervoll. Es hat so viel Potenzial und es wird absolut ausgeschöpft. Für mich war kein Handlungsstrang überflüssig, nicht zu Ende gedacht, sprunghaft oder unpassend. Alles flicht sich in einen spannenden Strang und es entsteht eine wunderbare Geschichte, die mit Downton Abbey her vergleichbar ist, aber weniger Friede, Freude, Eierkuchen sondern mehr Realismus bietet. So ist die Handlung sehr dicht, aber gut geschrieben, so dass sich alles flüssig liest und die Seiten nur so dahin fliegen. Die Charaktere sind so vielseitig und facettenreich, dass die Fülle an Personen sich sehr schnell sortiert und Verwechslungen ausgeschlossen sind. Zudem gibt es ein ausführliches Personenregister am Anfang des Buches, das bei den ersten paar Seiten helfen kann. Aber ich würde empfehlen, sich einfach auf das Buch einzulassen und der Durchblick kommt ganz schnell von alleine. Besonders hervorzuheben sind wirklich die unterschiedlichen Facetten. Auch wenn manche Personen anfangs sehr unsympathisch wirken, so können sich schnell noch andere Seiten zeigen, die die Person dann wieder in ein etwas besseres Licht rücken. Nur wenige Personen blieben mir bis zum Schluss von Grund auf unsympathisch, aber auch das gibt es natürlich. Ein bunter Mix wie im wahren Leben. Also ich bin wirklich begeistert von der Vielfalt der Personen und der dichten Handlung! Wenn man Familiensagas aus dieser Zeit mag, kann ich das Buch einfach nur empfehlen! Ich warte gespannt auf den nächsten Teil!
Gelungener Start einer Saga
von MarySophie - 08.11.2018
Handlung: 1913 Nach dem Tod des Patrons ändert sich das Leben auf Gut Greifenau. Adolphis von Auwitz-Aarhayn, der neue Gutsbesitzer und Sohn des verstorbenen Patrons muss nun die Zügel in die Hand nehmen und sich in die Führung des Gutes einarbeiten. Bei dieser Aufgabe hilft ihm sein ältester Sohn Konstantin, der schon von klein auf großes Interesse an dem Gut zeigt und stets darüber nachdenkt, wie man das Gut noch effektiver verwalten und bearbeiten kann. Doch nicht alle sind froh über sein modernes Denken, viele stehen der modernen Technik kritisch gegenüber. Auch in Liebesangelegenheiten zeigt sich, wie modern Konstantin ist: Anstatt sich eine junge Adlige als Ehefrau zu suchen, verliebt er sich in die Dorflehrerin Rebecca Kurscheidt, eine überzeugte Sozialdemokratin. Auch seine jüngste Schwester Katharina hat in Hochzeitsangelegenheiten ihren eigenen Kopf. Ihre Mutter, die Gräfin, plant eine Hochzeit mit einem Neffen des deutschen Kaisers. Doch gegen diese Verbindung wehrt sich Katharina vehement, sie hat einen jungen Burschen kennengelernt, der ihr Herz sofort erobert hat. Doch davon will die Mutter nichts wissen. Beide Geschwister kämpfen heimlich um ihr Liebesglück, niemand aus der Familie oder gar der Gesellschaft darf davon erfahren. Sie sind sich dessen bewusst, dass sie etwas unerhörtes tun, jedoch wartet nicht nur auf sie eine Katastrophe, sondern auf die ganze Welt. Meinung: Besonders gut gefällt mir am Cover der Hintergrund, wo ein Teil eines Herrenhauses mit Garten abgebildet ist. Das stimmt den Betrachter schon ein Stück weit auf den Inhalt der Geschichte ein und ich kann mir gut vorstellen, wie die Gutsfamilie über das Anwesen streift. Auch die Schriftfarbe von dem Titel finde ich richtig schön. Diese erstrahlt in einem rot-braun glänzenden Farbton, welche wiederum auf den Untertitel des Romans, Abendglanz, hinweisen. Ich hätte es stimmiger gefunden, wenn auch der Name der Autorin in diesem Farbton aufgedruckt worden wäre. Mein Kritikpunkt an dem Cover ist ein wenig die Dame, welche in die Weite schaut. Zwar trägt sie die für die Epoche passende Kleidung und scheint tatsächlich aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg entsprungen zu sein, jedoch stört es mich ein wenig, dass sie dem Betrachter den Kopf zuwendet. Ich mag es immer mehr, wenn Personen auf dem Cover auftauchen, dass diese von dem Betrachter abgewandt sind und ihm den Rücken zuwenden oder man nur das Profil von ihnen sieht. In meiner Bewertung messe ich diesem Punkt keine Bedeutung zu, ein Cover ist für mich nicht der ausschlaggebende Punkt für einen Kauf oder eine Bewertung. Sehr gut gefallen hat mir, dass am Anfang des Romans eine Karte von Pommern und Westpreussen abgedruckt wurde. So erhielt ich nicht nur einen Eindruck, wo das Gut liegt und welche Orte sich im Umkreis befinden, sondern auch einen Überblick über Pommern und Westpreussen, von denen ich nicht viele Details in Erinnerung habe. Anschließend gibt es noch zwei kleine Karten, auf denen das Dorf Greifenau, sowie das Gut Greifenau mit allen Gebäuden abgebildet ist. Dies hat mir richtig gut gefallen, so erhielt ich einen Überblick über die Größe des Geländes und auch wenn sich die Protagonisten auf dem Gelände bewegen, kann man ihre Wege besser mitverfolgen. Als letztes kleine Extra, bevor dann der Roman beginnt, wurde eine Personenübersicht aufgestellt. Besonders am Anfang des Buches hat mir diese sehr weitergeholfen, ich kam anfangs häufiger mit den Protagonisten durcheinander und dann war es für mich hilfreich, wenn ich nur in der Übersicht nachschauen musste und sofort wieder wusste, welcher Protagonist welche Rolle auf dem Gut spielt. Als ich mit dem Lesen begonnen hatte, war ich guter Dinge. Ich habe mich darauf gefreut, den Roman endlich zu lesen und hatte richtig Lust darauf, in die Welt von Gut Greifenau abzutauchen. Leider ging das nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Ich kam nur schwer in den Roman rein, dies lag unter anderem an der Vielzahl der Protagonisten, die schon nach kurzer Zeit auftreten, aber auch weil ich von der Vielzahl der Perspektiven, welche zu Wort kommen, überwältigt war. In diese Erzählsituation musste ich mich erst einmal reinfuchsen und auch die Personen besser kennenlernen. Nach ungefähr 50-70 Seiten hatte ich dann keine Probleme mehr mit dem Lesen, ich wusste, wer wer ist und wie mögliche Zusammenhänge sind. Ab diesem Zeitpunkt hat es mir richtig Spaß gemacht, den Roman zu lesen und über die gesamte restliche Handlung hinweg erfüllte er meine Erwartungen. Je weiter die Handlung fortgeschritten ist, desto spannender wurde der Roman. Am Ende konnte ich es wirklich kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Autorin die Geschehnisse und Konflikte am Ende löst. Ein Highlight war für mich das Setting. Der malerisch beschriebene Ort Greifenau und auch das Gut waren eine tolle Hintergrundkulisse für die Handlung und haben mich zum träumen eingeladen. Besonders durch das Gut würde ich sehr gerne streifen und mir mit eigenen Augen anschauen. Mir hat die Vermischung von historischen Fakten mit durchweg fiktiven Charakteren gut gefallen. Hier wurde die richtige Balance gefunden, außerdem hat beides gut miteinander harmoniert und wirkte an keiner einzigen Stelle künstlich oder gewollt. Insgesamt muss ich sagen, dass die Charaktere sehr lebendig geschildert waren und in ihrem Auftreten und Handeln viel Authentizität bewiesen haben. Bei einigen wurden die Sympathien von der Autorin geschickt in eine Richtung gelenkt, im Großen und Ganzen jedoch konnte man als Leser frei entscheiden, ob man einen Charakter angenehm findet oder nicht. Besonders interessant fand ich die Darstellung von den Dienstboten in dem Gut. Einblicke in deren Leben finde ich immer wieder spannend, allen voran das Leben und Verhalten untereinander. Der Handlungszeitraum erstreckt sich auf ungefähr ein Jahr und drei Monate. Am Anfang eines jeden neuen Kapitels wurde nicht nur der Ort der Handlung, sondern auch ein genaues Datum angegeben, sodass man nie die Übersicht verliert, wie viel Zeit in der Handlung mittlerweile vergangen ist. Ich bin froh, dass sich der Roman nur über eine solch kurze Zeit erstreckt und nicht mehrere Jahre darin verarbeitet wurden. So erhielt man ausführliche Informationen zu verschiedenen Themen und Situationen. Trotzdem war bei vielen Charakteren eine Weiterentwicklung sichtbar, besonders bei der jungen Generation rund um den Grafensohn Konstantin und dessen Geschwister. Diese war gut erkennbar, beim Lesen hat man richtig gespürt, wie sie reifer und erwachsener wurden, aber auch ihr Denken verändert haben. Fazit: Ein Roman, der am Ende viele Fragen offen lässt und damit die Vorfreude auf den zweiten Teil erhöht. Glücklicherweise muss man nicht allzu lange warten, bis der zweite Teil erscheint und bis dahin kann ich mir noch einige Gedanken darum machen und auch Überlegungen anstellen, was alles in der Fortsetzung passieren könnte. Trotz dem etwas zähen Einstieg konnte mich der Roman am Ende doch noch überzeugen und es war ein kleines Highlight, in zu lesen. Hanna Caspian hat einen gelungenen und sehr spannenden ersten Teil einer Reihe geschaffen, die nicht nur unterhält, sondern auch viel politisches und historisches beinhaltet und die Lebenssituation von Gutsbesitzern mit einigen Angestellten perfekt darstellt.
Veränderungen
von Miss Norge - 03.11.2018
Wow, welch ein spannender und toller erster Band dieser Trilogie und das Beste daran, man muss nicht jahrelang auf die beiden Folgebände warten. Mit dieser Geschichte um die Gutsbesitzer von Auwitz-Aarhayn und ihre Angestellten hat mich die Autorin überrascht und in ihren Bann gezogen. Alles beginnt im Jahre 1913 und um dieser Zeit gerecht zu werden, um alles glaubwürdig dem Leser zu berichten, hat Hanna Caspian wunderbar recherchiert. Sie hat die politischen und historischen Verbindungen hervorragend in den Plot eingeflochten. Die Personen sind so angelegt, das man aus deren Verhalten und ihrer Denkweise sich während des Lesens ein eigenes Bild schaffen kann. Mir haben die Charaktere von Rebecca Kurscheidt und Albert Sonntag gut gefallen. Sie ist Dorfschullehrerin und er ist Kutscher bei den Herrschaften auf Gut Greifenau, aber vielleicht haben mich die Beiden deswegen auch angesprochen, weil sie nicht mit dem Goldenen Löffel im Mund geboren worden sind und sich bisher alleine durch das harte Leben schlagen mussten. Zudem finde ich Rebecca's Ansichten klasse, die für die damalige Zeit schon sehr fortschrittlich dachte. Sie ist nicht verheiratet, alleinstehend, durchsetzungsstark und sagt ihre Meinung, was in dieser Zeit einer Frau nicht zustand. Albert wuchs im Heim auf und hat sich ein Leben als Kutscher ermöglicht, aber mit der Absicht mehr über seine Herkunft zu erfahren. Und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, vor allem die unerfüllte Liebe. Konstantin, der Sohn des Grafen verliebt sich in eine Bürgerliche, was seine Eltern bestimmt nicht gut heißen werden und seine junge Schwester Katharina verliebt sich in den Industriellensohn Julius, der natürlich ihrer Mutter Feodora nicht gut genug ist. Bei der strengen und kaltherzigen Mutter darf es nur den Neffen des Kaisers als Schwiegersohn geben. So gesehen, hat jeder Charakter auf Gut Greifenau sein persönliches Päckchen zu tragen, egal ob in den herrschaftlichen Räumen oder unten bei den Bediensteten. Beim Lesen kann man wunderbar in die entsprechende Zeit abtauchen und nur erahnen wie hart und schwer das Leben damals gewesen sein muss. Wer Downton Abbey mochte, wird Gut Greifenau lieben.
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