Flug in den Weltraum entfaltet eine frühe deutschsprachige Vision der Raumfahrt, in der technische Spekulation, Abenteuerhandlung und populärwissenschaftliche Belehrung eng miteinander verbunden sind. Hans Dominik gestaltet den Aufbruch ins All nicht als bloße Fantasie, sondern als gedankliches Experiment an der Schwelle zwischen Ingenieurwissen und Zukunftsroman. Sein Stil ist klar, zweckgerichtet und von erklärender Präzision geprägt; im literarischen Kontext der Weimarer Technikbegeisterung steht das Werk neben den zeitgenössischen Entwürfen einer wissenschaftlich fundierten Utopie. Dominik, 1872 geboren und 1945 gestorben, war Ingenieur, Wissenschaftsjournalist und einer der erfolgreichsten deutschen Autoren technischer Zukunftsliteratur. Seine Ausbildung und seine Tätigkeit als Vermittler moderner Naturwissenschaften prägten sein Erzählen nachhaltig. Elektrizität, Funktechnik, Maschinenbau und industrielle Organisation erschienen ihm als Kräfte geschichtlicher Veränderung. Flug in den Weltraum erwächst aus dieser Haltung: aus dem Vertrauen in berechenbaren Fortschritt, aber auch aus dem Bedürfnis, komplexe Innovationen einem breiten Publikum verständlich zu machen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Anfänge der Science-Fiction im deutschen Sprachraum verstehen möchten. Es bietet nicht nur Spannung, sondern auch ein aufschlussreiches Dokument technischer Imagination und kultureller Zukunftserwartung.