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Ich bin dann mal weg

Meine Reise auf dem Jakobsweg. mit 35 Fotos.
Taschenbuch
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Hape Kerkeling, Deutschlands vielseitigster TV-Entertainer, lief zu Fuß zum Grab des heiligen Jakob - über 600 Kilometer durch Spanien bis nach Santiago de Compostela - und erlebte die reinigende Kraft der Pilgerreise. Ein außergewöhnliches Buch voll … weiterlesen
Taschenbuch

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Produktdetails

Titel: Ich bin dann mal weg
Autor/en: Hape Kerkeling

ISBN: 3492251757
EAN: 9783492251754
Meine Reise auf dem Jakobsweg.
mit 35 Fotos.
Piper Verlag GmbH

1. April 2009 - kartoniert - 352 Seiten

Beschreibung

Hape Kerkeling, Deutschlands vielseitigster TV-Entertainer, lief zu Fuß zum Grab des heiligen Jakob - über 600 Kilometer durch Spanien bis nach Santiago de Compostela - und erlebte die reinigende Kraft der Pilgerreise. Ein außergewöhnliches Buch voller Witz, Weisheit und Wärme, ein ehrlicher Bericht über die Suche nach Gott und sich selbst und den unschätzbaren Wert des Wanderns.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

9. Juni 2001 - Saint-Jean-Pied-de-Port

10. Juni 2001 - Roncesvalles

11. Juni 2001 - Zubiri

12. Juni 2001 - Pamplona

13. Juni 2001 - Pamplona

14. Juni 2001 - Viana und Logroño

15. Juni 2001 - Navarrete und Nájera

17. Juni 2001 - Santo Domingo de la Calzada

18. Juni 2001 - Santo Domingo de la Calzada

21. Juni 2001 - Castildelgado

22. Juni 2001 - Belorado, Tosantos und Villafranca

24. Juni 2001 - Burgos, Tardajos

25. Juni 2001 - Hornillos del Camino und Hontanas

26. Juni 2001 - Castrojeriz und Frómista

27. Juni 2001 - Carrión de los Condes

28. Juni 2001 - Calzadilla de la Cueza

29. Juni 2001 - Sahagún

30. Juni 2001 - León

1. Juli 2001 - León

2. Juli 2001 - Irgendwo im Nirgendwo hinter León

3. Juli 2001 - Astorga

4. Juli 2001 - Astorga

5. Juli 2001 - Rabanal

6. Juli 2001 - Rabanal

7. Juli 2001 - Foncebadón und El Acebo

8. Juli 2001 - El Acebo

9. Juli 2001 - Molinaseca, Ponferrada

10. Juli 2001 - Villafranca del Bierzo

11. Juli 2001 - Trabadelo und Vega de Valcarce

12. Juli 2001 - La Faba und O Cebreiro

13. Juli 2001 - Triacastela

14. Juli 2001 - Triacastela

15. Juli 2001 - Sarria und Rente

16. Juli 2001 - Portomarín

17. Juli 2001 - Palas de Rei

18. Juli 2001 - Castañeda

19. Juli 2001 - Rúa

20. Juli 2001 - Santiago de Compostela

Nachwort 346

Portrait

Hape (eigentlich Hans-Peter) Kerkeling, geboren 1964 in Recklinghausen, spricht Spanisch, Italienisch, Französisch, Englisch und Holländisch, was ihm bei der Verständigung auf dem Jakobsweg oft zugute kam. Er arbeitet seit 1984 beim Fernsehen; berühmt wurde er mit der Rolle »Hannilein«. Seitdem folgte eine Vielzahl erfolgreicher Live-Auftritte sowie TV-Shows und -Serien wie »Känguru«, »Total Normal«, »Hape trifft« und »Let¿s Dance«. Der Entertainer, Moderator und Kabarettist wurde u.a. mit der Goldenen Kamera, dem Bambi, dem Adolf-Grimme-Preis, dem Deutschen Comedy-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Für »Ich bin dann mal weg« erhielt er den ITB Buch Award für das beste literarische Reisebuch. In jüngster Zeit sorgte Hape Kerkeling auch als Horst Schlämmer für Aufsehen. Er lebt in Düsseldorf und Berlin.

Leseprobe

10. Juni 2001 - Roncesvalles

Mann, bin ich gebeutelt! Kann kaum noch den Stift in der Hand halten.

Heute Morgen um kurz vor sieben verlasse ich mein Hotel mit dem Ziel Roncesvalles in Spanien. Frühstück gab's keines. Das wird erst ab acht gereicht. Stattdessen hab ich mir einen Powermüsliriegel gegönnt. Davon habe ich mir drei Stück eigentlich nur für Notfälle aus Deutschland mitgenommen. Meine Ein-Liter-Plastikwasserflasche habe ich lediglich zur Hälfte gefüllt, denn jedes Milligramm mehr macht meinen Rucksack nur schwerer.

Gleich nachdem ich den offiziellen, zunächst gepflasterten Pilgerpfad betrete, fängt es an, wie aus Kübeln zu regnen, und die nassfeuchte Kälte macht mir schnell klar, dass meine überteuerte Regenjacke nicht nur kälte-, sondern auch wasserdurchlässig ist. Kein anderer Pilger ist ­ unter­ wegs, soweit ich das in dem dichten Nebel beurteilen kann. Die Herrschaften baden offensichtlich gerne lau. Alles Weicheier und nicht so hart im Nehmen wie ich, so viel steht jetzt schon fest!

Eigentlich wollte ich heute schön langsam starten und mich an das Gewicht auf meinen Schultern und das Gehen mit dem Wanderstock gewöhnen. Pustekuchen! Bei dem Wetter will man nicht laufen, sondern bloß so schnell wie möglich irgendwo ankommen. Der doofe Pilgerstab gerät mir ständig zwischen die Füße und kleinste Stolperer führen dazu, dass mich der Rucksack, der Schwerkraft gehorchend, mit voller Wucht nach vorne drückt, sodass ich untrainierter Moppel mich nur mit Mühe wieder fange. Ein vernünftiges Lauftempo stellt sich so nicht ein. Entweder hetze ich atemlos vor mich hin oder ich krieche nur so voran.

Ob die Gegend hier schön ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Vor lauter Regen und Nebel kann ich nichts, absolut nichts sehen. Das Foto in meinem farbigen Reiseführer zeigt eine märchenhaft verschneite Gebirgskulisse vor einem glühenden Sonnenuntergang und erklärt diese Region zu einer der magischsten Europas, die ich unbedingt mal gesehen ­ haben sollte. Hier soll es üppige Weidematten mit Schafen, die unbedingte Vorfahrt genießen, egal wer des Weges kommt, unter schroffen Felsformationen geben. Mag sein.

So holpere ich dann in einem dreistündigen Gewaltmarsch immer nur steil bergauf, arbeite mich stoisch durch eine riesige Nebelwand auf die Passhöhe von Roncesvalles auf 1300 Höhenmetern zu, während mein Rucksack ganz eindeutig wieder nach Hause will, so wie der zieht.

Irgendwann, es war ja zu befürchten, kann ich nicht mehr weiter. Mir kommt der Gedanke, dass, wenn ich jetzt tot umfalle, mir auch mein knallroter Signalrucksack nichts nützt. Bei dem Bergnebel wäre ich auch von oben schier unauffindbar. Ich beschließe, dass das überaus tragisch ist, und so kann ich mich durch einen nervösen Lachanfall wenigstens entspannen. Lachen strengt mich aber noch mehr an. Die Vernunft obsiegt und so entscheide ich, dass hier und jetzt nichts mehr geht, dass ich das Heft nicht mehr in der Hand halte und mich demütig in mein Schicksal füge. Ich kann einfach nicht mehr weiter!

Bei strömendem Regen setze ich mich auf einen Stein am Wegesrand und genieße das nicht vorhandene Pyrenäen­ panorama. Ein Blick nach rechts sagt mir, dass ich den steilen Aufstieg nicht mehr schaffen werde, da der Gipfel, wenn ich von meinem bisherigen Entenmarschtempo ausgehe, wahrscheinlich noch Stunden entfernt liegt. Ein Blick nach links verrät, dass ich den wahrscheinlich dreistündigen, nicht minder steilen Abstieg auch nicht mehr auf die Reihe bekomme. Dies ist also ein Notfall und so gönne ich mir einen Müsliriegel und eine klatschnasse Zigarette. Triefende Nässe verleiht dem Tabak eine besondere Note. Der Regen stört mich nicht mehr, es ist eh schon alles triefend nass, übrigens auch alle Dinge in meinem garantiert wasserundurchlässigen Rucksack! Qualmend sitze ich auf dem Stein und lache. Keine Ahnung wie lang; fünfzehn Minuten vielleicht? Auf dem gesamten mehrstündigen Marsch war ich nicht einem einzigen Menschen begegnet.

Plötzlich - ohne Vorwarnung - taucht links vor mir im Nebel ein kleiner blauer Transporter auf. Ich reagiere prompt und zwinge ihn, vor Freude mit meinem Wanderstab wedelnd, zu halten. An mir und meinem Warnrucksack kommt der auf dem schmalen Sträßchen sowieso nicht vorbei. Der uralte dreirädrige Wagen kommt zum Stehen. Von innen wird die Beifahrertür geöffnet und ein knallrotes Bauerngesicht strahlt mich derbe an.

Pressestimmen

Der schrullige TV-Entertainer hat Gott gefunden, entlang des Jakobswegs, der berühmten Pilgerstraße nach Santiago de Compostela. Kerkeling kommt zu erfrischend ernsthaften Einsichten über das Wesen von Welt und Mensch. Ein Juwel in einer ironieverseuchten Zeit.
bücher - das unabhängige Magazin zum Lesen

Was den Pilgern auf dem spanischen Jakobsweg zugemutet wird, ist schon allerhand. Überfüllte karge Beherbungsstätten, schlecht ausgezeichnete Wege, teilweise lebensgefährliche Abschnitte parallel zu einer vielbefahrenen Schnellstraße. Kein Wunder, dass der eine oder andere Pilger sein Leben lassen musste.

Mit einem 11 Kilo schweren Rucksack macht sich Hape Kerkeling im Sommer 2001 auf den Weg von Saint-Jean-Pied-de-Port über die Pyrenäen nach Santiago de Compostela. Als gewandert gilt der Jakobsweg, wenn mindestens die letzten 100 Kilometer zu Fuß oder 200 Kilometer per Fahrrad nach Santiago zurückgelegt werden. Doch auf so eine "Mogelpackung" lässt er sich nicht ein und beginnt auf französischer Seite. Mit Recht fragt sich der Autor zu Beginn der Reise, was ihn eigentlich dazu getrieben haben mag, den langen, beschwerlichen Weg auf sich zu nehmen.

Jeder Tag ist aufs Neue eine Herausforderung. Körperliche Wehwehchen steckt Kerkeling durch Zwangspausen weg. Was ihn jedoch bist zum Ende der Wanderung begeistert: seine kanadischen Wanderstiefel haben ihm keine einzige Blase beschert.
Die ersten Etappen sind schwierig. Alleine zu wandern ist nicht jedermanns Sache. Doch im Laufe der Wanderung lernt er die unterschiedlichsten Weggefährten kennen, mit zweien legt er die letzte Hälfte zurück. Am Ende sind es die gemeinsam erlebten Begebenheiten, die alle drei zusammenschweißt und eine Freundschaft wachsen lässt.

Als kreative Auszeit hatte Kerkeling sich den spanischen Jakobsweg vorgenommen. Nach gesundheitlichen Problemen sollte die Landschaft und das Wandern allein für neue frische Energie sorgen. Iimmer wieder kommt es vor, dass er als Entertainer erkannt wird, was ihn zu Beginn der Reise nicht sonderlich freut. Wollte er doch in dieser Abgeschiedenheit nicht ständig an seine Arbeit erinnert werden, um den nötigen Abstand zu bekommen. Mit der Zeit arrangiert er sich damit und freut sich gar über britische und andere ausländische Pilger, die ihn erkennen.

Kerkelings Pilgerreise fand 2001 statt. Eine "entspannte Zähigkeit" und Bodenhaftung ist ihm geblieben, wie er in einem Interview gesagt hat. Es ist die Suche nach dem Sinn des Lebens, die ihn umtreibt und jeden Tag aufs Neue den nächsten Abschnitt in Angriff nehmen lässt. Geht es mal in den durchnässten Wanderschuhen nicht weiter, sind seine Flip Flops geeignetes Schuhwerk. Ganz nebenbei lernt er wahre Freunde kennen und rettet so manchen Vierbeiner vor dem sicheren Hitzetod.

Man merkt Kerkeling seinen Beruf als Entertainer und Komiker an. Flüssig und amüsant sind private und auch die Erlebnisse auf der Wanderung geschickt mit einander verwoben. Es entsteht ein lesenswertes Tagebuch einer teilweise sehr beschwerlichen Wanderung. Mögen auch die "Erkenntnisse des Tages" nicht neu sein, sind sie doch ein individueller Blick des Autoren auf die ihn umgebende Natur, die Pilger und seine Gedankenwelt.

© Sven Trautwein - www.literature.de - Das Literaturportal

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vor
Bewertungen unserer Kunden
ganz ok
von Nathalie Klammroth - 10.01.2016
Das Buch ist ganz ok, nichts Großes, aber nett zu lesen wenn man grad nichts anderes vor hat.
Rezension
von Gisela Block - 21.09.2015
Dieser Titel hat für Pilgerer, vorallem die, die sich und ihre Pilgerreisen nicht allzu ernst nehmen, bereits Kultstatus erreicht ! Der beliebte TV-Komiker hat sich auf 600 km Wanderschaft begeben, will bis Santiago de Compostela pilgern, und hat seine Erfahrungen, Beweggründe, Wegbegleiter und Begegnungen so unglaublich komisch in diesem Tagebuch niedergeschrieben, dass es in keinem noch so kleinen Rucksack mehr fehlen darf. Ganz große Unterhaltung, bei auch vielen nachdenklichen Tönen.
Der Weg ist das Ziel!
von sommerlese - 01.08.2015
Wer möchte, kann Entertainer Hape Kerkeling in diesem untypischen Reisebericht über die Schulter sehen. Ja, sogar noch mehr als das, man nimmt förmlich teil an seinen oft humorvollen Gedanken, lernt seine ureigensten Beweggründe kennen, die ihn zu so einer strapaziösen Wanderung über 600 km veranlassten. Er suchte innere Ruhe, nicht religiöse Inspiration, aber er machte sich mutig auf den Weg. Als bekennender Couch Potatoe schläft er unter freiem Himmel, dann doch lieber im Hostel, bekommt Blasen, Muskelkater, beschreibt seine seelischen Höhen und Tiefen und findet in der Natur und Gemeinschaft der Pilgernden zur Einkehr zu sich selbst. Als er endlich Santiago de Compostela erreicht, kennt man jedenfalls die ganze kleine Pilgerfamilie, die ihn getroffen, begleitet oder verfolgt hat. Man ist regelrecht traurig, diese Familie trotz des Zieleinlaufs nun verlassen zu müssen. Der Weg ist das Ziel! Das wird jedem Leser schnell klar. Die Probleme des Pilgerns kommen rasch zum Vorschein, trotzdem macht dieser Erfahrungsbericht Lust auf so eine Wanderung. Daran ist natürlich Hape Schuld, denn niemand sonst kann so natürlich, lebendig und, er wäre sonst nicht Komiker geworden, natürlich saulustig erzählen. Wie viele Menschen haben sich wohl nach der Lektüre auf eine Pilgerreise gemacht? Hapes Bericht motiviert auf jeden Fall! Das Wichtigste zum Schluß! Ich bin dann mal weg! Dieser Spruch ist inzwischen ein fester Bestandteil im deutschen Sprachgebrauch geworden. Dabei ist jedem klar, das hiermit entweder die Einkehr zu sich selbst, ein Urlaub oder auch nur eine kleine Ruhepause gemeint ist. Hape Kerkeling ist schlicht einzigartig
Serie Piper.05175 Kerkeling.Weg
von Jörg G. - 20.07.2012
" Ich bin dann mal weg " von Hape Kerkeling hat mich beeindruckt. Er beschreibt in diesem Buch, mit seinem ureigenem Witz und Charme, seine Erlebnisse während der Wanderung auf den Jakobsweg. Es hat Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und man bewertet den Entertainer Kerkeling danach aus einem anderen Blickwinkel. Das Buch ist sehr zu empfehlen.
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