mit tollen highlights
Spannender Krimi mit starken Figuren und kleinen HärtenDer Emons Verlag hat ein schönes Buch von Heike Denzau veröffentlicht: Das Haus am Moor. Eine Entführungsgeschichte, die einen mitreißt - vor allem, weil es um einen Jungen geht und zusätzlich ein älteres Mädchen aus dem Heim hineingezogen wird: Jana und Theo. Nele, Janas Freundin, wird dagegen Opfer eines brutalen Verbrechens, was die Geschichte düsterer macht, als man es vielleicht erwartet.Das Haus steht zwar im Moor, aber echte Moor¿Atmosphäre entsteht kaum. Es ist eher die Einsamkeit des abgelegenen Einzelhauses, die die Spannung trägt. Der Titel passt deshalb nur bedingt, auch wenn er neugierig macht.Die Handlung bleibt durchweg spannend, weil der Leser immer wieder auf falsche Fährten geführt wird. Ich hatte zwar eine Ahnung, aber sicher war ich mir nie - ein gutes Zeichen für einen Krimi. Das Buch hätte allerdings ein paar Seiten weniger vertragen, denn manche Passagen wirken etwas gestreckt.Die Brutalität einer der Entführerinnen fand ich schade, aber sie erhöht natürlich die Dramatik. Froh war ich, dass meine beiden Lieblingsfiguren Jana und Theo verschont geblieben sind.Der Schreibstil ist solide, gut lesbar und ohne große Schwächen.Fazit: Ein spannender Krimi mit starken Figuren, kleinen Längen und einem Titel, der atmosphärisch mehr verspricht, als er liefert. 4 Sterne.