Ich habe selten einen so langweiligen Krimi gelesen. Die Protagonisten bleiben, trotz vielfältiger Beschreibungen eher blass, sodass nie eine Bindung zwischen Leser und der Geschichte aufkommt. Das liegt, meiner Meinung nach, auch an den sehr zerrissenen, teilweise unglaubwürdigen Handlungssträngen. Da vergisst die private Ermittlerin ständig ihr Handy zu Hause, gerade dann, wenn sie es bei ihren Ermittlungen braucht. Da schippert der Yachtkapitän mal schnell mit dem Dingi von der stürmischen Ostsee zurück nach Fehmarn um ein elektronisches Ersatzteil zu besorgen (wo eigentlich?). Aber wenigstens hat ja der Polizeiwolfshund dann die entscheidenden Beweise gefunden.
So reiht sich eine unglaubwürdige Merkwürdigkeit an die andere, bis die Kommissare dann am Ende bei sehr dubiosen Verhören alles aufklären und selbst die Rechtsanwältin der Verbrecher noch der Mitschuld überführen.
Eins muss ich allerdings zu diesem Buch auch bemerken. Ich habe selten bei einem regionalen Küstenkrimi soviel gelacht, geschmunzelt und mit dem Kopf geschüttelt. Kein Krimi, eher ein Witzebuch!
Es war das erste und das letzte Buch, welches ich von dieser Autorin gelesen habe.