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Produktbild: Mütterlichkeit braucht kein Geschlecht | Helga Krüger-Kirn
Produktbild: Mütterlichkeit braucht kein Geschlecht | Helga Krüger-Kirn

Mütterlichkeit braucht kein Geschlecht

Fürsorge als gesamtgesellschaftliche Herausforderung

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369 Lesepunkte
Taschenbuch
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Als kulturelle Denkfigur wurde »Mütterlichkeit« historisch an die gesellschaftliche Position der Frau gebunden. Bisher ist es erst im Ansatz gelungen, dies zu verändern. Unbewusste Stereotypien prägen elterliches Denken und Handeln und verhindern eine gleichberechtigte Verteilung der familiären Aufgaben. Wie können wir Mütterlichkeit und Fürsorgeverpflichtung gesamtgesellschaftlich neu denken? Helga Krüger-Kirn plädiert für eine Loslösung der Mütterlichkeit aus ihrer normativen Zuschreibung an die Frau und ihren Körper und prüft bereits bestehende soziologische, psychoanalytische und (neuro-)biologische Theorien auf ihr Potenzial, Mütterlichkeit geschlechterübergreifend zu leben.
Ist Mütterlichkeit weiblich? Nein, Mütterlichkeit ist menschlich. Doch als kulturelle Denkfigur wurde sie historisch an die gesellschaftliche Position der Frau gebunden. Zwar ist dieses Konzept in eine Schieflage geraten; doch trotz gleichstellungspolitischer Maßnahmen und einer gelebten Vielfalt von Familienformen ist es bisher erst im Ansatz gelungen, die auf kulturell tradierten Normen und Handlungsmustern beruhende Denkfigur der Mütterlichkeit zu verändern. Unbewusste Stereotypien prägen elterliches Denken und Handeln auch in der heutigen Familiengestaltung und verhindern eine gleichberechtigte Verteilung der familiären Aufgaben. Wie können wir Mütterlichkeit und Fürsorgeverpflichtung gesamtgesellschaftlich neu denken? Helga Krüger-Kirn plädiert für eine Loslösung der Mütterlichkeit aus ihrer normativen Zuschreibung an die Frau und ihren Körper und prüft die Prämissen bereits bestehender soziologischer, psychoanalytischer und (neuro-)biologischer Theorien auf ihr Potenzial, Mütterlichkeit geschlechterübergreifend zu leben.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort und Dank

1 Einleitung
Mutterland und Vatersprache
1. 1 Mu tterlichkeit
1. 2 Ziele und Struktur des Buches
1. 3 Gendersensible Sprache

2 Zeithistorische Perspektiven auf elterliche Leitbilder und Mu tterlichkeit*
2. 1 18. und 19. Jahrhundert
2. 2 Die Geschichte der Mutterliebe
2. 3 Revolutionäre Umbru che um 1918 (Weimarer Republik)
2. 4 Mutterschaft im Nationalsozialismus
2. 5 Nachkriegsära und Restauration patriarchaler Familienverhältnisse
2. 6 Ab 1960 bis heute
2. 7 Zeithistorische Kontinuitäten
2. 8 Zusammenfassung

3 Feministische Mutterschaftskonzepte und Forschungsperspektiven
3. 1 Konzeptionelle Vorläufer
3. 2 Differenzfeministische Ansätze
3. 3 Mu tterliche Erfahrungen
3. 4 Gleichheitsfeministische Ansätze
3. 5 Poststrukturalistische Ansätze
3. 6 Empirische Forschung zu Mutterschaft
3. 7 Empirische Forschung zu Vaterschaft
3. 8 Leerstellen blind spots
3. 9 Neue Forschungsperspektiven
3. 10 Zusammenfassung

4 Der Mutterkörper im Modell der Zweigeschlechtlichkeit
4. 1 Einige Vorbemerkungen
4. 2 Historische Vorläufer
4. 3 Mittelalter
4. 4 19. Jahrhundert
4. 5 20. Jahrhundert
4. 6 Nationalsozialismus und Nachkriegsära bis heute
4. 7 Der schwangere Körper in der Postmoderne
4. 8 Medizinische Schwangerschaftsvorsorge und reproduktionsmedizinische Techniken
4. 9 Schwangerschaft als Grenzbearbeitung
4. 10 Leihmutterschaft: Geteilte Schwangerschaft
4. 11 Schwangerschaft und Schwangerschaftserleben aus queerer und trans*geschlechtlicher Perspektive
4. 12 Abtreibung
4. 13 Spontanabort und Unfruchtbarkeit
4. 14 Kinderwunsch und Schwangerschaft als matrisexuelles Begehren
4. 15 Zusammenfassung

5 Schieflagen in der Gestaltung des Familienlebens
5. 1 Zur Studie »Mutterschaft und Geschlechterverhältnisse«
5. 2 Die Figur der Mutter zwischen traditionellen Elternleitbildern und Postfeminismus
5. 3 Die Figur der Do-it-all-Mother zwischen Emanzipation und Kindeswohldiskurs
5. 3. 1 Hormon- und Stilldiskurs
5. 3. 2 »Alles wegen der Kinder«: Markierung der geschlechterdifferenten Vorstellungen im Lichte des Kindeswohls
5. 4 Die Figur der Do-it-all-Mother und Selbstbestimmung
5. 4. 1 Die Figur der Do-it-all-Mother und mu tterliche Selbstwertkonflikte
5. 4. 2 Die Figur der Do-it-all-Mother, oder: Wie bin ich eine gute Mutter?
5. 5 Verschiebung der strukturellen Widerspru che auf die individuelle Ebene der Do-it-all-Mother
5. 6 Regretting motherhood
5. 7 Wa(h)re Mutterschaft und die verhinderte Sehnsucht nach Solidarität
Exkurs: Zur gesellschaftlichen Relevanz von weiblichem Neid
5. 8 Ein Zwischenruf zur Figur der Do-it-all-Mother
5. 9 Elternschaft als Gendertrouble
5. 10 Zusammenfassung

6 Der feine Unterschied: Mutterschaft und Mu tterlichkeit*
Feministisch-psychoanalytische Zwischenrufe zu Identitäts- und Subjekttheorien
6. 1 Überlegungen zu Körper und Identität mit Blick auf Weiblichkeit/Mu tterlichkeit* und Männlichkeit/Väterlichkeit*
6. 2 Machtanalytische Annäherungen an Körper und geschlechtliche Identität mit Foucault und Butler
6. 3 Psychoanalytische Annäherungen
6. 3. 1 Notwendige Voraussetzungen, um Mu tterlichkeit* geschlechteru bergreifend zu denken
6. 3. 2 Geschlechterkritische Entwicklungsreflexionen
6. 4 Mikroanalytische Vertiefungen einer geschlechtlichen Entwicklung
6. 4. 1 Einblicke in die Grundzu ge der Säuglingsforschung
6. 4. 2 Fru he Spuren: Mentalisierung
6. 4. 3 Zur Somatisierung der Abwehr
6. 4. 4 Zum subjektiven und gesellschaftlichen Körperbild
6. 5 Das Politische ist privat: Ein Zwischenfazit
6. 6 Zusammenfassung

7 Tradierte und strukturelle Herausforderungen fu r ein Denken geschlechterunabhängiger Mu tterlichkeit*
7. 1 Neurobiologische Erkenntnisse: Muttertät und Vatertät
7. 2 Somatische Mu tterlichkeit*
7. 3 Postpartale Depression
7. 4 Und was ist mit der Väterlichkeit*?
7. 5 Paarbeziehung heute
7. 6 Gelingende Elternschaft basiert auf Kooperationsbereitschaft und Anerkennung von Differenz
7. 7 Zusammenfassung

8 Ein Paradigmenwechsel zur Neubestimmung von Mu tterlichkeit*
8. 1 Produktion und Reproduktion
8. 2 Mu tterlichkeit* und Paradoxien der Gleichheit
8. 3 Romantische Liebe und mu tterliche Ausbeutung
8. 4 Mu tterlichkeit* braucht gesellschaftliche Anerkennung und elterliche Kooperationsfähigkeit

9 Literatur

Produktdetails

Erscheinungsdatum
15. Mai 2024
Sprache
deutsch
Untertitel
Fürsorge als gesamtgesellschaftliche Herausforderung.
Seitenanzahl
332
Reihe
Sachbuch Psychosozial
Autor/Autorin
Helga Krüger-Kirn
Verlag/Hersteller
Produktart
kartoniert
Gewicht
486 g
Größe (L/B/H)
208/148/24 mm
ISBN
9783837933154

Pressestimmen

»Krüger-Kirn macht uns vertraut mit dem Kindswohldiskurs, der Do-It-All-Mother und anderen Konzepten, die enthüllen, wie sehr wir noch immer von patriarchalen Denkmustern geprägt sind. Das hohe Maß an Fachlichkeit, nicht zuletzt aufgrund des ausführlichen Quellenapparats, lässt mich das Buch sehr schätzen. «
Katharina Dienebier, Hebammenforum 10/2024

»Krüger-Kirn versteht es, komplexe Theorien aus Soziologie, (Neuro)Biologie und Psychoanalyse in klarer Sprache zu vermitteln Die konkreten Fallgeschichten aus der psychoanalytischen Praxis geben Einblick in die Vielfalt, wie Mütterlichkeit unabhängig von sex und gender gelebt werden kann und lassen Zuversicht entstehen, wie Alternativen zur Do-it-all-Mother und dem distanzierten Vater aussehen können. Ein erfreuliches Plädoyer für die Loslösung von Mütterlichkeit und Fürsorgeverpflichtung aus der normativen Zuschreibung an Frauen und ihre Körper. Ein engagiertes und wichtiges Buch, das die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Fürsorge in den gebührenden Mittelpunkt rückt. «
Bettina Zehetner, frauenberatenfrauen. at

»Jedes Kapitel thematisiert zentrale Gesichtspunkte für ein geschlechterunabhängiges Denken von Mütterlichkeit. So kann jedes Kapitel auch einzeln gelesen werden und gibt der interessierten Leserin viele neue Einblicke. Ich meine, dieses Buch könnte Grundlage und Ausgangspunkt für neue feministische Diskussionen und Überlegungen sein. «
Monika Jarosch, aep Informationen. Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, 2/2024

»Krüger-Kirn leistet mit ihrem Buch einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über Geschlechterrollen und Fürsorgearbeit und zeigt eindrucksvoll, dass Mütterlichkeit keine geschlechtsspezifische Eigenschaft ist. Es ist ein inspirierendes und provokatives Plädoyer für eine gerechtere und realistischere Sichtweise auf Mutterschaft und Fürsorge. «
Britta Speller, Systemische Therapeutin/Familientherapeutin, 19. Juni 2024

»Solange Mütterlichkeit im Alltagsverständnis und in unseren Selbstkonzepten mit dem reproduktiven Körper verknüpft bleibt, kann es keine weibliche Entscheidungsfreiheit der Mütterlichkeit und Elternschaft geben. [. . .] Dieses Buch plädiert für ein neues Denken jenseits Geschlechterstereotypen für eine neue Form von menschlicher Fürsorge aus feministischer Sicht. [. . .] Die Vorschläge für einen Paradigmenwechsel sind interessant zu lesen und werden sicherlich für Diskussionen sorgen. «
Michael Lausberg, Scharf Links. Die neue linke online Zeitung, 26. Oktober 2024

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