"Die schwedischen Gummistiefel" ist das letzte Werk aus der Feder des Bestseller-Autors Mankell. Es ist anzunehmen, dass er seinen Tod bei der Fertigstellung bereits erwartet hatte.Eigentlich ist das Werk eine Fortsetzung seines Buches "Die italienischen Schuhe", welches ich jedoch nicht kannte. Die Handlung ist ohne Schwierigkeiten auch ohne Vorkenntnisse verständlich, oftmals sind Verweise auf die neun Jahre zurückliegende Handlung eingearbeitet. Schauplatz sind die schwedischen Schären. Frederik Welin, Arzt im Ruhestand, bewohnt das Haus seiner Großeltern auf einer Schäreninsel. Eines Nachts brennt ihm das Haus über dem Kopf ab und mit ihm seine gesamte Habe und sämtliche Erinnerungsstücke. Darüber hinaus wird er sogar der Brandstiftung beschuldigt. Während sein Leben also völlig auf den Kopf gestellt wird, setzt sich Welin mit seinen Lebensperspektiven, seiner ihm weitgehend unbekannten Tochter und seinen wenigen Freunden auseinander. Was ist wirklich von Wert? Wofür lohnt es zu leben? Was kann ich hinterlassen? Familie und Freundschaften finden mit einer poetischen Wertschätzung ihren Platz in diesem Werk und trotzen allen Widrigkeiten.Die Frage nach der Brandstiftung erhält eine unerwartete Antwort am Ende des Buches Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Mankell-Freunde. Dieses Buch ist so etwas wie ein Vermächtnis des 2015 verstorbenen Autors und wird daher unbedingt in Erinnerung bleiben.