Eine Erzählung, die auf zwei wahren Geschichten basiert.Die Handlung war irrsinnig spannend. Man kann sich kaum vorstellen, welches Elend diese Menschen durchleben mussten. Kaum glaubt man, jetzt sind sie endlich in Sicherheit, folgt schon der nächste Ansturm an Ungerechtigkeit, Leid und Grauen.Natürlich weiß man aus der Geschichte, wie dramatisch die Zeit gegen Ende des Zweiten Weltkriegs war. Doch diese Ereignisse so hautnah mitzuerleben, geht unter die Haut.Das Buch erzählt die Geschichte der jungen Anna, die auf einem großen Bauernhof in Pommern aufwächst. Sie setzt ihren Willen durch und heiratet einen überzeugten Nationalsozialisten. Schon bald erkennt sie jedoch, dass dies ein schwerer Fehler war, und kehrt schwanger zu ihren Eltern zurück.Als die Russen 1945 einmarschieren, beschreibt Anna eindrucksvoll viele erschütternde und kaum vorstellbare Szenen. Mit ihrer kleinen Tochter muss sie schließlich nach Westdeutschland fliehen. Doch auch dort scheint kein Ende des Leids in Sicht. Immer wenn man denkt, schlimmer könne es nicht mehr werden, wartet bereits die nächste Herausforderung.Im Jahr 2004 entdeckt Paula Annas Tagebuch. Dabei kommt ein Geheimnis ans Licht, das über 60 Jahre lang verborgen geblieben ist.Wie gesagt: Die Geschichte selbst ist unglaublich fesselnd und hat mich bis zum Schluss nicht losgelassen. Umso überraschter war ich allerdings vom sehr einfachen Schreibstil. Von einer so bekannten Autorin hatte ich sprachlich deutlich mehr erwartet. Auch die vielen Wortwiederholungen haben mich mit der Zeit gestört.Wäre die wahre Geschichte nicht so packend gewesen, hätte ich das Buch vermutlich nicht weiterempfohlen. So lebt der Roman vor allem von den bewegenden Schicksalen seiner Figuren und deshalb lohnt sich das Lesen am Ende doch.