Eine ungewöhnliche Autobiografie ¿ anderes wäre für dieses ungewöhnliche Leben auch undenkbar
"Die Knef" - nur wirkliche Stars werden wohl so in der Erinnerung der Menschen bleiben.Bereits mit Mitte 40 hat Hildegard Knef ihre Erinnerungen zu Papier gebracht. Sie spannt den Bogen von Aufwachsen im Dritten Reich, dem Leben im zerstörten Berlin und den ersten Schritten in der glitzernden Film- und Theaterwelt. Sie erzählt fast atemlos, was bei dem rasanten Leben nicht verwundert. Immer wieder kommt für mich die "Berliner Schnauze" durch, diese typische Unbeeindrucktheit, die einem in Berlin auch heute noch an jeder Ecke begegnet. Ob sie einiges in ihren Erinnerungen weichgezeichnet hat, kann ich nicht beurteilen, verwundern würde es mich nicht. Doch mich haben ihre Erzählungen in den Bann gezogen und ich finde, es wird deutlich, warum "die Knef" zu einem solchen Weltstar geworden ist. Gerne hätte ich sie einmal live erlebt, ob auf der Theater- oder Konzertbühne oder vielleicht bei einer Lesung. Ihre Ausstrahlung strömt auch aus den Zeilen ihrer Autobiografie und nimmt gefangen.